Thailand 31 – Meine fünfte Himmelsrichtung (2023)

   
 
 

 



 

 

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Außen Reisebericht, innen viel Spaß

I like to entertain you

 

 

 

 

Thailand 31

 

Die fünfte Himmelsrichtung

Für mich

 

 

Hulapalu im Paradies

Mango, Thai & Co.

 

 

Bangkok – Korat – Chiang Mai – Chiang Rai – Sukothai – Kampaeng Phet – Hua Hin

 

Juni 2023 mit dem Leihwagen

Letztes Update 14.08.2023

 

 

Wilfried „Big Willy“ Virmond

 

 

 

 

 

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Kursive Absätze in meinem Text sind eher unwichtig und muss man nicht unbedingt lesen.

 

 

 

 

 

Reisebericht

 

Mein aktueller Plan zu diesem Reisebericht. Ich mach ihn diesmal anders. Insgesamt übersichtlicher. Also kürzerer Text und weniger Fotos. Mit einem Wort: Einfach einfacher.

 

 

Juni 2023. Eine freundliche, junge, hübsche Fee kam kürzlich bei mir vorbeigeflogen und hat ihren bunten Feenstaub über mir verstreut. Deshalb kann ich nach über einem Jahr endlich mal wieder nach Thailand reisen! Wow! Zum Behufe endlich mal wieder etwas Freude spüren zu dürfen. Hatte schon gar nicht mehr daran geglaubt.

 

Big N: Let’s bounce, Motherfuckers!  Und von mir: With Anticipation and Joy!

(Übers.: Laßt uns herumhüpfen, ihr Wichs… ähm, ihr „Schuhputzer“! Mit Begeisterung und Freude!)

 

Früher schien mir die Sonne sogar aus dem Hintern. Jetzt leider nicht mehr. Ich mußte also über meinen Schatten springen, ähm, nein, ich musste mühsam hoch- und drüberklettern und hab dann kurzentschlossen die längst überfällige Reise gebucht. Endlich!!

Thailand. Mein Paradies: Wo in den Flüssen kühle Milch und kaltes Bier fließen; wo saftige Mangos und köstliche Maracujas ohne Schale herumliegen; wo reife Kokosnüsse niemanden erschlagen, weil sie von einem Netz aufgefangen werden; wo junge hübsche Mädchen an jeder Ecke stehen und Dich zu einer zärtlichen Massage von Kopf bis Fuß oder auch an Stellen einladen, wo die Sonne eher nicht hinscheint; wo die Menschen Dich freundlich anlächeln, ohne gleich Geld von Dir zu wollen; wo die Sonne immer warme wohltuende Strahlen aussendet; wo der Regen warm und angenehm und nie zu heftig ist; wo es nie zu kalt und nie zu heiß ist; wo das Meerwasser warm und blitzsauber ist und stets eine sanfte Brise weht und immer nur leichte Wellen an den Strand plätschern…

Naja, wir wissen es alle, das Paradies ist unerreichbar und deshalb hat Thailand viele der eben aufgezählten Besonderheiten in Wirklichkeit gar nicht – aber manche schon.

 

~~~

 

Diesmal schickt mir keine Fluggesellschaft einen Wagen mit Chauffeur für lau und schon gar nicht für umme. Überhaupt niemand schickt mir irgendein Fahrzeug und keiner holt mich ab. Diesmal muss ich mir selbst das Taxi zum Bahnhof bestellen, um mit dem Zug nach Frankfurt zu fahren – und auch noch alles selbst bezahlen. Aber egal, ich würde auch gern ein Vielfaches bezahlen oder notfalls zum Flughafen laufen, Hauptsache ich darf endlich, endlich mal wieder auf Reisen gehen. Ich hatte ja schon schwerste Entzugserscheinungen. Und dazu viel Kummer und Leid.

Mein Zug ist voll wie nie. Ich komm kaum rein. Unglaublich. Fast alle Leute haben Koffer dabei. Wo woll’n die denn alle hin??! Fast alle kleben auf ihren Sitzen, ohne dass unterwegs endlich mal mehr als ein paar wenige Leute aussteigen und es kommen an allen Stationen immer noch mehr Passagiere rein. Fast alle steigen erst am Flughafen zusammen mit mir aus. Und fast alle quetschen sich auf den beiden Rolltreppen nach oben. Mannomann! Was für ein Ansturm der Urlauber! Mit viel Glück hatte ich grad noch den wahrscheinlich letzten Sitzplatz im ganzen Zug ergattert. Die Leute standen dichtgedrängt im Gang und quetschten sich gegenseitig die Luft zum Atmen ab. Ein Albtraum. Die Fahrkarte hätte ich mir jedenfalls sparen können, es gab gar kein Durchkommen für die Zugbegleiterin…

Check-in in Frankfurt ist easy. Die Security-Mutanten lassen mich bzw. meinen kleinen Koffer mal wieder in Ruhe. Großes Gepäck nehme ich ja schon lange nicht mehr mit. Muss ich mir nicht mehr antun. Nach dem damaligen umfangreichen Aussortieren vor ein paar Jahren wurde mir schlagartig bewusst, wieviel unnötigen Ballast ich immer mit mir herumgeschleppt hatte. Als erfahrener Traveller reicht mir schon länger einer meiner kleinen Rollenkoffer oder manchmal auch meine alte lederne Lieblings-Reisetasche mit minimalistischem Inhalt, und damit bin ich frank und frei. Koffer oder Tasche kann ich ganz leicht als Handgepäck in den Flieger reinnehmen. Manchmal auch beides; da wurde noch nie gemeckert. Damit bin ich in vieler Hinsicht unabhängig. So was von locker und autark. Und muß endlich keine schwere Taschen/Koffer mehr rumrollern oder rumschleppen oder unterwegs ins Auto wuchten oder rausholen – und mir den Rücken damit kaputtmachen. (Nachdem Du von Deiner ersten Reise mit leichtem Gepäck zurück bist, wirst Du Dich auch fragen, warum Du es nicht auch schon ganz viel eher so gehandhabt hast!)

Ich habe Glück, die bekloppten Idioten der Klima-Generation werden erst in vier Wochen auf die „tolle, supercoole“ Idee kommen, sich jetzt auch noch auf Start- und Landebahnen festzukleben. Deshalb ist unser Start pünktlich. (Erst hatten wir Corona, dann Streiks, Ukraine, Wetter, jetzt auch noch die Klima-A’löcher. Hören die Strafen Gottes denn gar nicht mehr auf?)

Grad auf FB gelesen: „Ohne Hirn und Arbeitgeber? Werd‘ doch einfach Klimakleber!“ Korrekt! Frage: Warum kleben die sich nicht auf Eisenbahnschienen? Auf Eisen klebt man doch viel fester. Und jeder, den es dort erwischt, ist einer weniger…

Heute fliege ich erneut mit Thai Airways. Nonstop. B 777. Boeing Triple Seven. Mit Zwischenlandungen in der Wüste sind die Flüge meistens billiger, aber auch ein bisschen anstrengender. Du hast zwar mehr Luxus im Flieger, aber halt auch einen stundenlangen Zwischenaufenthalt.

Mein Flieger ist ziemlich gut besetzt, wie jetzt wieder oft nach Thailand. Während des Steigflugs erinnere ich mich an einen kürzlich mal wieder gelesenen Hinweis, dass etwa achtzig Prozent der Flugzeugabstürze in den ersten drei Minuten nach dem Start und in den letzten acht Minuten vor der Landung passieren. Und wenn man ganz hinten sitzt, sind die Chancen, einen Absturz zu überleben, um bis zu vierzig Prozent höher als bei den Leuten vorne, was mir aber nicht wirklich hilft, ich bin nicht gerne hinten, sitze lieber ganz vorne.

Ankunft Bangkok Suvarnabhumi BKK pünktlich um halbsieben morgens. Thailand! Mann, Alter, was für ein geiles Gefühl! Ein volles Jahr mußte ich diesmal warten. Thailand ist meine Welt. Mein Universum! Endlich fühl ich mich wieder cool wie Machine Gun Kelly fünf Minuten vor seinem nächsten Konzert. Oder wie Zorro auf seinem Pferd „Tornado“, während sie beide in den spätnachmittäglichen Sonnenuntergang und in ein neues Abenteuer reiten.

Die Einreise ist schon lange wieder fast so leicht wie vor Corona. Sogar die doofen, unbequemen, lästigen Immigration-Cards sind jetzt endlich für uns Deutsche abgeschafft. Da kann ich zukünftig endlich wieder ganz oft ins Paradies.

Meine Freundin erwartet mich kurz hinter der Immigration. SIM-Karte kaufen. Geld wechseln. Auto abholen. Alles super-easy. Diesmal habe ich mir einen Peugeot 2008 bestellt und bekomme ihn tatsächlich auch. Leider im thailand-üblichen (und langweiligen) Weiß. Es ist ein kleiner SUV, also bequem für alte Männer beim Ein- und Aussteigen. Später stelle ich fest, dass ich auf der ganzen Reise nur einen einzigen Peugeot 2008 gesehen habe. Meinen. Und einen anderen, etwas größeren Peugeot-SUV. Gefällt mir natürlich. Man will ja schließlich nicht der breiten Masse angehören. Sorry, ist nicht angeberisch gemeint, soll nur witzig sein. Ich hatte viele Male auch nur einen kleinen Nissan Almera, die hier zu hunderttausenden rumfahren.

Ruckzuck bin ich auf dem Motorway 9 und auf dem Weg zu meinen beiden anderen Freundinnen.

 

Wetter: Sonnig.

Temperatur: Heiß.

Laune: Sehr gut.

Feeling: Bestens.

Das Leben ist wieder schön.

 

Der Peugeot schnurrt einwandfrei und ist sogar etwas besser ausgestattet als meine bisherigen Leihwagen; vor allem Tempomat, Rückfahrkamera und schlüsselloser Zugang mit Start-Stopp-Knopf gefallen mir. Den 2008 hab ich auch schon bei uns zuhause gesehen.

Dann die beiden Mädchen einpacken und gleich weiter. Nich‘ lang schnacken… usw. Los geht’s! Mein Plan: Richtung Norden und dann immer geradeaus. Vorläufig (und vorsichtig) anvisiertes Ziel Chiang Mai. Und Chiang Rai. Vielleicht klappt es ja dieses Mal, dorthin zu kommen, es gab schließlich ein paar vergebliche Versuche auf meinen letzten Reisen.

Erster Stopp: Wat Phraphuttha Saengtham. Man sieht die Haupthalle schon von weitem und sie sieht aus wie ein gerade gelandetes UFO. Ein unglaublich großes Ellipsoid aus silbern glänzendem Metall. In Wirklichkeit ist alles noch viel größer wenn man näher kommt! Innen noch Rohbau und ein riesiger Buddha, vorerst noch aus grauem Beton. Gegenüber eine weitere wunderschöne, riesige Halle mit einem ebenso großen weißen Buddha, der in Regenbogenfarben schimmert. Ich war hier schon oft und bin jedesmal von der riesigen und prachtvollen Anlage überwältigt, an der noch immer weitergebaut wird. Alles hier verdient die Bezeichnung „gigantisch“.

Wie jedes Jahr herrscht völlig überraschend schon wieder Regenzeit. Regen kann hier manchmal heftig sein, manchmal auch nicht. „Singing in the rain.“ Oder „Dancing…“. Naja, kann ich beides nicht. Ich hab ja keinerlei Talent. (Fällt mir grad ein: „Perfekt muss nur sein, wer nichts kann und auch sonst kein Talent hat.“)

Pluviophil. Bin ick ooch nich‘. Pluviophil: Jemand, der Regen liebt und an regnerischen Tagen gut drauf ist. Ick brauch Sonne. Aba hundert Pro! Ab und zu Regen ist mir aber jetzt erstmal schnurzegal.

Achtung, Spoiler Alarm: Ich kann es gleich vorwegnehmen. Es hat unterwegs nur ein paarmal kurz geregnet. Im Übrigen fast immer fünfunddreißig bis über vierzig Grad. Nachts kaum Abkühlung.

Nebenbei: Das Gegenteil von „pluviophil“ könnte vielleicht „xerophil“ lauten (jemand, der eher trockene Räume mag). Ein entsprechendes Fremdwort gibt es aber nicht für Sonnenliebhaber.

Und überhaupt, auf dieser Reise wird nicht rumgejammert oder rumgemeckert! Über jar nix! Ich bin so froh, die Reise überhaupt angetreten zu haben, nach der Riesenkatastrophe mit dem nicht-mehr-Leben-wollen, den ganzen Depressionen und allem anderen. Das war echt ein schlimmes Jahr hinter mir.

Erstes Ziel: Ein Resort Nähe Khao Yai Nationalpark. Wir bekommen eine ganz schöne „Villa“ mit zwei Etagen. Oben Eltern, unten Kinder. Richtig schön. Einen kleinen Pool zum Abkühlen gibt es auch.

 

Fällt mir grad ein: Die Schokostückchen auf Hotel-Kopfkissen erinnern mich immer mal wieder an Cary Grant. Er soll der „Erfinder“ dieser freundlichen Geste sein. Der Legende nach traf er sich in den 50er Jahren heimlich mit einer Geliebten im Hotel und legte eine Spur aus Pralinen vom Wohnzimmer bis ins Schlafzimmer und zu seinem Kopfkissen. Ein Hotelmanager bekam das romantische Vorgehen des Hollywood-Stars mit und übernahm es als freundliche Begrüßung für seine Hotelgäste. Andere Unterkünfte folgten nach und nach diesem Beispiel und so entstand eine Tradition, die bis heute anhält.

Sieh mal an, der olle Cary. Ja, eigentlich kaum zu glauben. Stimmt aber lt. Tante Google.

Übrigens, wenn ich schon im Klugscheißermodus bin: Es stimmt nicht, dass Coca-Cola den Weihnachtsmann erfunden hat! Hab ich jedenfalls lange Zeit geglaubt. Die Vorbilder sind sehr viel älter, auch schon in rot/weiß. Der Getränkekonzern hat die Figur in den 30er Jahren lediglich als Werbefigur für seine Kampagnen in der Weihnachtszeit ausgewählt.

Abendessen nicht allzu weit entfernt. Nettes Restaurant. Endlich wieder thailändisches Essen! Mit deutschem Weizenbier. Franziskaner. Und privatem Dschungel. Mann, was hab ich das alles vermisst!

Weitläufiger „Dschungel“ im Restaurant. (Die andern Fotos sind leider nix geworden.)

Nach einer ersten phantastisch wohltuenden Nacht suche ich am nächsten Morgen erstmal einen CBD-Laden um die Ecke auf. Cannabis ist ja jetzt in Thailand legalisiert und darf überall verkauft werden. (Die thailändischen Regierungsleute müssen komplett bekifft gewesen sein, als sie diese Verordnung erließen. Sowohl Legislative als auch Judikative. Exekutive natürlich auch. Überaus nachahmenswert für uns.) Logisch, daß ich da zuschlage, egal wie alt ich jetzt bin. Muß ich ja endlich mal probieren; aber natürlich nicht jetzt gleich, erst heute Abend, wenn ich nicht mehr fahren muß.

Einschub: Ich werde auf diesem Trip noch öfter solche und ähnliche Cannabis-Produkte erwerben und konsumieren. Ich konstatiere: „Euer endloses Gestreite um die Legalisierung oder Doch-Nicht-Freigabe von Cannabis verdirbt mir derweil den Appetit auf meinen Tee.“ (Wem es grad nicht einfällt, das ist ein von mir nachempfundenes Zitat aus „Alice im Wunderland“.)

Und bei der Gelegenheit: Cannabis ist das lateinische Wort für den Oberbegriff Hanf. Als Marihuana oder Gras bezeichnet man die getrockneten Blüten der weiblichen Hanfpflanze. Haschisch ist das gepresste Harz derselben Hanfpflanze.

Fällt mir grad ein: „Angie“ wird gerne als englischer Codename für Kokain verwendet. Hab ich mal im Zusammenhang mit dem Song der Stones mitgekriegt. (Sorry für das Off-topic.)

Leider ist der CBD-Laden noch geschlossen. Der Verkäufer ist bestimmt noch bekifft und hat offensichtlich verschlafen, deshalb erst einmal ein Kurzbesuch in einem sehr sehenswerten unterirdischen Tempel nebenan.

Inzwischen hat der Laden auf und wir können endlich einkaufen:

Dann geht’s weiter. Ich fahr wieder rauf zur Schnellstraße 2 Bangkok – Korat. Wie nicht anders zu erwarten, ist der anfangs so schnell gebaute parallele neue Super-Highway 6 von Bang Pa-in nach Korat (Bangkok – Nakhon Ratchasima, knapp zweihundert Kilometer) noch immer nicht fertig. Es fehlen weiterhin viele kleine Teilstücke. Irgendwelche Bautätigkeiten sind nicht zu erkennen. Offenbar fehlt Geld. Und trotzdem stehen bereits viele blauweiße Schilder und Schilderbrücken. Als wäre die Autobahn längst in Betrieb.

Ursprünglich sollte die neue Autobahn ja schon 2020 in Betrieb gehen, aber wahrscheinlich werde ich in meinem Leben wohl nicht mehr drauf fahren können. Das Ganze ist und bleibt mir ein Rätsel, anfangs so schnell gebaut und jetzt so kurz vor einer möglichen Vollendung ewiglanger Stillstand. Drei Jahre schon. Als wär dem Bauherrn das Geld ausgegangen. Aber hier ist der Bauherr der thailändische Staat. Im Internet ist lange absolut nichts über die Gründe zu erfahren.

Aber jetzt hab ich was gefunden:

TheNationThailand, www.nationthailand.com, 01.09.2022. „Das Autobahnministerium wird nächste Woche das Kabinett bitten, ein zusätzliches Budget von 6,7 Milliarden Baht für den Bau der verbleibenden Teile der Autobahn Bang Pa-in-Saraburi-Nakhon Ratchasima zu genehmigen. Eine Quelle der Abteilung sagte, sie habe das Verkehrsministerium und das Haushaltsamt darüber informiert, dass 16 verbleibende Teile des Autobahnprojekts Änderungen in der Bauplanung erforderten und daher ein zusätzliches Budget von 6,755 Milliarden Baht erforderlich wäre.“

Ich hab mal von Tante Google umrechnen lassen: 6.700.000.000 Thailändische Baht = 174.000.000 Euro. Wow, 174 Mio. EUR Nachschießbetrag ist für Thailand ganz schön heftig. Und der König gibt wahrscheinlich nix dazu; der is‘ zwar einer der reichsten Könige, aber bekanntermaßen viel zu geizig für sowas. Deshalb wird das Ganze wohl tatsächlich noch ewig lang dauern, denn offenbar ist bisher kein Geld geflossen. Thailand ist schließlich nicht Deutschland. Hier bei uns kann man ja fast täglich unendlich viele, immer neue Milliarden aus dem Hut zaubern…

Deshalb nehme ich frohen Mutes die sattsam bekannte, alte Mittraphap Road. Hier kenn ich längst jeden Baum am Straßenrand und jeden Kanaldeckel auf der Piste, so oft bin ich hier gefahren. Dazu drei freundliche Mädchen im Auto, meine mitgebrachte gute Musik und flüssiger Verkehr. Was hab ich das alles soo lange vermisst und endlich mal wieder gebraucht! Nach langer Zeit der Trauer bin ich endlich wieder glücklich.

 

Es gibt 43 252 003 274 489 856 000 (dreiundvierzig Trillionen) mögliche Kombinationen beim Zauberwürfel.

Es gibt ein paar tausend verschiedene Grüntöne in der Natur.

Es gibt einhundertvierundneunzig Länder. Zur Zeit.

Es gibt im allgemeinen achtundachtzig Tasten am Flügel, zweiundfünfzig weiße und sechsunddreißig schwarze. Und es gibt acht verschiedene Anschlagstärken für die Tasten beim Spielen.

Es gibt zwei Geschlechter.

Glücksgefühle gibt es nur eins (oder unendlich viele) und das hab ich heute!

 

Unterwegs besuche ich einen unglaublich schönen privaten Tempel: Wat Luang Phor Tor. Hier wird ein heiliger Mönch verehrt. Deshalb sitzt ein solcher in der Mitte des großen Tempels und kein Buddha.

Danach geht’s weiter zum Hotel in Korat, Kurzform für Nakhon Ratchasima. Drittgrößte Stadt im Land.

Und dann Abendessen bei meinem schweizerischen Freund Andy. Klar, Käsefondue, wie letztes Jahr. Und Vorspeise und Dessert. Is‘ doch logisch, wenn schon, denn schon…

Gut geschult. Immerhin ist er ein Thai aus dem Süden des Landes.

Und als Lekkerli zum Abschluss des zweiten Thailand-Tages später mein erster Joint auf unserer Hotelterrasse. Mein wirklich allererstes Mal. Doch nix von „beim ersten Mal tut’s noch weh…“ oder sowas. Ick fühl nix! Bin echt enttäuscht. Von Entspannung oder gar Bewusstseinserweiterung keine Spur. Aber rein gar nicht. Auch sonst nichts. Hat der Typ mich heute morgen vielleicht beschissen? Das ganze Getue ums Cannabis kann ich sowieso nicht verstehen. Also, ich brauche es wohl nicht. Hatte mir mehr erhofft. Viel mehr. Aber is‘ ja folgerichtig, morgen hol ick mir wat stärkeres.

Am nächsten Morgen geht’s mir gut. Wie immer. Keine Nachwirkungen; hätte ja sein können…

Heute Stadtbesichtigung. Erstmal ein Wat.

Und gleich noch ein weiterer „privater“ Einkauf. Weed:

Dann besuche ich die Einkaufsmall Terminal 21.

Vom hundertacht Meter hohen Aussichtsturm gibt es eine wunderbare Aussicht. (Mit solchen Sachen bekämpfe ich meine Höhenangst. Oder in engen Aufzügen meine Klaustrophobie.)

Sogar das WC ist hier sehenswert.

Wasch dir deine Hände! JETZT!!!

Am Ende des Tages – was für ein blöder abgegriffener Spruch, ich bin doch nicht „Rooobert“ – am Ende dieses Tages ein gemütliches Abendessen in der Monkey Bar.

Und dann die heute erworbenen neuen „Rauchwaren“. Ich ließ mir tagsüber vor meinen Augen den Stoff mahlen und die Tüten stopfen. Im Laden gab es echt eine große Auswahl. Ich nahm die stärkste Sorte mit 29% THC. Abends ist der inhalierte Rauch dann tatsächlich etwas stark, viel stärker als gestern – und irgendwie etwas kratziger. Ich lass den Rauch solange wie möglich drin. Im Übrigen keine weitere Reaktion oder sogar Wirkung. Sollte ich tatsächlich resistent sein?? Gibt es sowas überhaupt? Grübel, grübel, staun. Oder muß ich mich erst dran gewöhnen? Oder hab ich zuviel erwartet? Bei den andern auch kaum Reaktion, aber da besteht auch noch eine gewisse Sprachbarriere. Okay, inzwischen weiß ich, daß es auch auf das Verhältnis zwischen THC und CBD ankommt. Naja, mal sehen, was es da sonst noch auf der Reise geben wird. Cannabis-Läden gibt’s jedenfalls an jeder Ecke. Fast schon wie 7-Eleven.

Am nächsten Morgen ein kleiner Historical Park: Prasat Mueang Kao.

Und dann fahre ich ein kurzes Stück „rüber“ zum berühmten Historical Park in Phimai. Sechzig Kilometer nach Osten. Mit Recht ein UNESCO-Welterbe. Da ich ihn schon oft besucht habe, bleibe ich diesmal draußen und spar mir die hundert Baht Eintritt für Ausländer und ruh mich stattdessen lieber etwas im Schatten aus. Zwei Mädchen waren hier noch nicht und wollen es sich ansehen.

Wieder unterwegs will ein weiteres Wat (Wat Phra Phutthabat Phufae) besucht werden. Gemein ist, daß hier schon draußen am weit entfernten Eingang die Schuhe zurückgelassen werden müssen, was einem braven Europäer mit zarten Fußsohlen unglaubliche Schmerzen auf dem rauen Beton und den vielen gemeinen Steinchen und Steinen einbringt.

Der weitere Weg bringt den schon vermissten unbefestigten Fahrweg. Er wird mir vom GPS tatsächlich genau so angezeigt. Wär ja auch komisch, mal nur angenehme, asphaltierte Straßen vom Navi präsentiert zu bekommen… (Irmchen grinst bestimmt schon wieder und schüttelt wohlwissend ihren Kopf, ich seh sie ganz genau vor mir.) Dieser Weg geht aber noch, sonst sind sie viel schlimmer, mit unzähligen, tiefen und hundsgemeinen Schlaglöchern und man kann dann meist nur im Tempo einer Schnecke fahren. Oder langsamer.

Ich bin jetzt in der Nähe von „GarNix“. Spätnachmittag. Kurz vor dem Nam Nao Nationalpark. Hier ist echt tote Hose. Oder heißt sagt man besser „toter Hase“? Kein einziges akzeptables Hotel oder Resort ist hier weit und breit zu finden. Deshalb muß ich heute mit einer sehr einfachen Bleibe vorlieb nehmen. Die Matratzen sind hart wie Beton. Ist in Thailand gerne so üblich, weil die meisten Thailänder zuhause ja auch auf einer dünnen Matte auf dem Stein-/Holzboden schlafen.

Den Nam Nao NP lasse ich am nächsten Tag unterwegs rechts liegen. Keine Zeit.

An einer sehenswerten großen Holzbrücke halte ich kurz an.

An einem kleinen Verkaufsstand an der Straße essen die Mädels ein bißchen Durian. Jeder Thai mag sie, aber viele Leute in Thailand lehnen sie wegen ihres starken Geruchs ab. Deshalb wird sie auch gerne Stinkfrucht genannt. Das nenn ich Hassliebe! In Hotelzimmer oder Leihwagen darf man sie z.B. unter gar keinen Umständen mitbringen. Todesstrafe! Und dazu noch hohe Geldstrafen.

Wie stets, wenn ich in der Nähe bin, mache ich einen Stopp am Wat Pha Sorn Kaew in der Nähe von Khao Kho mit den berühmten fünf weißen Buddhas.

Der schneeweiße Tempel soll die traditionellen fünf Buddhas darstellen, die die Erde besuchen. Die Buddhas sitzen hintereinander in Meditationsposition und blicken auf das Tal. Jeder ist etwas größer als der vorherige. Hab ich gelesen: „Ein modernes und erfrischendes Design mit wenigen Anspielungen auf die traditionelle thailändische Architektur.“ Daneben sind noch eine ganze Reihe wunderschöner kleiner und großer Tempel. Manche Menschen denken, dass das alles hier tatsächlich eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Stil des katalanischen Architekten Antoni Gaudí aufweist. Ich sehe da eher einen Vergleich zum von mir so sehr verehrten Herrn Friedensreich H.

Neu ist, daß man jetzt auch hier einen kleinen Eintritt bezahlen muß. Auf jeden Fall ist es ein wundervoller Ort mit wundervoll-magischer Aura, hier kann man innehalten und die positive Energie dieses heiligen Ortes auf sich einwirken zu lassen. Die good vibes sind deutlich zu spüren. Calm down Baby… sage ich mir hier gerne. Nur die vielen Menschen stören etwas. (grins + zwinker)

Vorher war noch ein kurzer Besuch am hiesigen neuerrichteten Skywalk fällig.

In Uttaradit wird übernachtet. Sechste und oberste Etage. Mit viel Aussicht. Soo will ich es haben!

Am nächsten Tag Besuch des Elephant-Centers „Thung Kwian Consevation Center“.

Dann ein weiterer alter Tempel in Lamphun. Wat Phra Yuen.

Frauen werden hier stark diskriminiert. Bemitleidenswert. Sowas geht ja heutzutage gar nicht! Das wär hier mal wieder was für die weltfremden Verfechter neutraler Geschlechterrollen. Aber es stimmt schon, Frauen sind halt schon immer „unrein“.

Am späten Nachmittag endlich die ersehnte Ankunft in Chiang Mai. Mein Hotel entpuppt sich auf Anhieb als sehr angenehm und dürfte sich durchaus als Boutique-Hotel bezeichnen.

Zwei-Zimmer-Apartment

Abendessen in einem mexikanischen Restaurant. Ja, schön blöd, aber die Mädchen hatten es sich beim mit-dem-TukTuk -Dran-vorbei-Fahren gewünscht.

Mexikanisches Essen in Thailand!? Eeekelhaft!

Anschließend Besuch des Sonntag-Nachtmarkts Sunday Night Bazaar. Heute ist Sonntag. Gefällt mir hier nicht. Gar nicht. Unglaubliches Gedränge und Geschubse. Fürchterlich. Nie mehr!! Mit dem TukTuk geht’s heim.

Frühstück im kühlen Hotelgarten.

Anschließend Besichtigung der Stadt Chiang Mai. Wir buchen uns einen TukTuk-Fahrer. Jon. Für den ganzen Tag. Für mich wird es ein paar neue Orte geben, die ich bisher noch nicht kannte.

Jon bringt uns dann auch (ungefragt) etwas nach außerhalb zu einer Schlangenfarm und zu einer Affenshow. Ich mag sowas überhaupt nicht, muß aber gute Mine zur bösen Show machen. (Deshalb geh ich auch schon lange in keine Zoos oder Zirkusse mehr!)

Hier lauern unzählige Schlangen in den Käfigen

Und dieses Foto wurde leicht erkennbar nach der Affenshow gemacht

Nach meinem Donnerwetter fährt Jon uns zurück in die Stadt und zeigt uns noch ein paar weitere Tempel.

Zum Schluß dann noch der berühmte Silber-Tempel Phra Chao Jedtue:

Alles ist hier aus Silber. Nur der Buddha glänzt in Gold.

Abends fährt uns Khun Jon in die Innenstadt zum Abendessen im Red Lion in der Nähe des Hard Rock-Cafés.

Eigentlich wollte ich gegenüber in den CBD-Laden, doch die freundliche Chefin besorgt uns zwei Joints. Meiner kratzt ganz schön im Hals und beim späteren Heimlaufen muss es wohl so aussehen, als würde ich etwas (ganz leicht) torkeln. Aber ich hab bestimmt nur ein Erdinger zu viel gehabt. Der geplante Besuch des Nachtmarkts muss heute allerdings wegen Unpässlichkeit des Hauptdarstellers ausfallen. Alle laufen brav nach Hause ins Hotel. Und kommen dort auch komplett an. In akzeptabler Verfassung.

Nächster Morgen: Bevor es weiter nach Chiang Rai geht, besuchen wir noch das Wat Phra That Doi Suthep auf einem hohen Berg und ich bewundere erneut die verschwenderische thailändische Sucht, Tempel zu vergolden. Ich hab mal wieder Sorge, dass die Goldfarbe in meinem Handy aufgebraucht ist, bevor ich alle Fotos gemacht habe. Und, man wird ja älter, dieses Mal nehme ich zum ersten Mal die Standseilbahn. Statt der tausend Treppenstufen.

Weiterfahrt nach Chiang Rai. Etwa zweihundert Kilometer.

Unser Hotel liegt ganz in der Nähe des Nachtmarkts und ich werde vieles zu Fuß erreichen können. Es ist ebenfalls komplett vergoldet, zwar nicht so glänzend und edel wie heute morgen, aber immerhin. Etwas Luxus muss einfach sein!

Abendessen direkt auf dem Nightmarket.

Am nächsten Tag Besuch des berühmten „Weißen Tempels“, Wat Rong Khun. Neu ist, dass man jetzt eine kleine Eintrittsgebühr bezahlen muss. Die Grotte weiter hinten ist inzwischen auch fertiggestellt und kostet einen weiteren kleinen Eintritts-Obolus. Dieser private Tempel ist eine der größten und schönsten Sehenswürdigkeiten Thailands. Aber nichts Religiöses oder Buddhistisches. Er ist das private und persönliche Werk des thailändischen Malers und Architekten Chalermchai Kositpipat, der den Tempel mit eigenen Mitteln gebaut hat – und weitere fünfzig Jahre daran bauen will.

Es folgt der „Blaue Tempel“ Wat Rong Suea Ten. Ihn habe ich trotz mehrfacher Chiang Rai-Besuche bisher noch nicht gesehen.

Danach der „Schwarze Tempel“ Baan Dam Museum. Hier gibt es ein riesiges und weiter hinten viele kleine schwarze Holzhäuser, die mit Krokodilhäuten, Fellen, Knochen und erotischen Figuren ausgefüllt sind. Und erotischen Anspielungen. Zartbesaitete alte Damen sollten diesen Tempel vielleicht eher meiden. Oder extra herfahren, um sich am Anblick der zahlreichen riesigen Phalli zu erfreuen.

Abendessen im „Bavarian Beer House“. Ich bestelle mir eine „Original Tueringer Bratwurst“. (Naja, wenn sowas schon falsch geschrieben wird, sollte ich aufmerksam werden.) Dazu ein Weizenbier, weil ich zur Abwechslung mal nichts Thailändisches essen möchte. Falsch! Riesenfehler! Die Wurst und den Kartoffelsalat lasse ich nach ein paar Bissen stehen. Das Foto erspar ich Euch. Das Weizenbier sitzt in einer Dose. Dosenbier trinke ich nie. NIE!! NIEMALS!!! Lieber verdurste ich. Es heißt „Reeper B.“ und möchte ein „blondes Weissbier“ sein. Es gibt sogar eine deutsche Website der Firma: www.reeper-b.de. (Hier ohne meinen direkten Link.) Das Bier war fürchterlich, hab auch noch nie davon gehört und möchte auch nie mehr davon hören oder gar etwas dieser Firma in meine Kehle schütten! Also totaler Reinfall. Wir essen gegenüber etwas vernünftiges Thailändisches.

Zum Trost gibt es beim Heimlaufen einen Blick auf den sehr schönen Uhrenturm Ton Pho Clock Tower.

Am nächsten Morgen dann noch ein weiterer, letzter Besuch in Chiang Rai: Wat Huay Pla Kung. Ein riesengroßer Tempel auf einem Berg. Oben befindet sich eine beeindruckende, gigantische, weiße Frauen-Buddha-Statue, Guan Lin, die imposante, chinesische Göttin der Gnade. Heute schwächle ich nicht; logisch, daß ich die gefühlt zweihundert Stufen auf der steilen Drachentreppe rauflaufe. Etwas faulere oder unsportliche Menschen können auch einen der kleinen offenen Busse nehmen. Dann mit einem Aufzug ganz rauf bis zum Kopf der Statue. Beide oberen Etagen sind sehr detailliert mit weißen Drachen und unzähligen anderen mythologischen Wesen aus der buddhistischen Kosmologie geschmückt. (Die Kosmologie [altgriechisch κοσμολογία, kosmología, „Lehre von der Welt“] beschäftigt sich wissenschaftlich mit dem Universum als Ganzem.) Wow! Superschön hier oben. Eigentlich unfassbar! Hier oben würde ich gerne länger bleiben, zumal im Moment sonst keine Besucher da sind. Dazu noch eine entsprechende Aussicht.

Hier war ich auch auch noch nicht. Man lernt halt immer etwas dazu. Runter dann mit dem Bus.

Direkt daneben gibt es noch einen weiteren wunderschönen weißen Tempel:

Und eine große chinesische Pagode mit neun Stockwerken, die ich aber nicht besucht habe. (Muss ich bei nächster Gelegenheit unbedingt noch nachholen!)

Unterwegs auf dem Weg zurück nach Chiang Mai ein kurzer Stopp an den heißen Quellen, Wieng Pa Pao. Thai/Japaner/Asiaten kochen hier gerne ihre Eier. Hmm, ich meine natürlich ihre hier gekauften Hühnereier. Oder auch kleine Wachteleier.

Für den zweiten Besuch in Chiang Mai hatte ich für diese Nacht ein anderes Hotel gebucht, nehme aber meine Buchung nach Besichtigung des Zimmers zurück. Gefällt mir nicht. Deshalb selbes Hotel wie vor ein paar Tagen. Einziger Unterschied: Zimmer diesmal im ersten Stock.

Selbes Lokal fürs Abendessen. Warum irgendwas wechseln, wenn alles perfekt war? Never change a running team.

Die beste aller thailändischen Ehefrauen

Besuch des Nachtmarkts. Night Bazaar. Kürzlich waren wir auf dem Sonntags-Nachtmarkt. Dieser hier findet jeden Abend statt und ist nicht so überfüllt. Irgendwie aber auch langweiliger.

Dann auf dem Heimweg noch ein gutgelauntes Absackerle in der Bar außen vorm Mövenpick-Hotel mit Live Band.

 

Und hier ein Video meines Lieblings-Songs „Bamba la Bamba“:   Hier

(„La Bamba“ ist der Titel eines mexikanischen Volksliedes, das erstmals in der Popmusik durch Ritchie Valens im Jahre 1958 überaus erfolgreich aufgenommen wurde.)

 

Da sich die Entfernung inzwischen nicht geändert hat und insgesamt auch nicht zu weit ist, laufen wir natürlich auch zurück.

Nächster Tag. Heute muss ich Chiang Mai verlassen. Schnellstraße vermeide ich heute so gut es geht. Highlight ist heute eine unglaublich lange, bergige und kurvenreiche schmale Landstraße (Highway 106) übers Land, die echt voll Spaß macht. Eine Million Kurven. Mindestens. Bestimmt eine wunderbare Motorradstrecke. Unzählige Kurven, sehr wenig Gegenverkehr. Aber auch etwas problematisch, wenn man mal überholen muß. Am besten Augen zu und dran vorbei…

Ich buche unterwegs ein Hotel in Sukothai: Schön hier. Echt cooles Hotel. Ich empfinde gleich nach meiner Ankunft Glück und Zufriedenheit mit meiner Auswahl. Und dann erkenne ich es plötzlich. Hier war ich doch schonmal! Auf meiner ersten Thailandreise! Hat mir damals schon gefallen. Hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, immerhin war das 2013. Vor zehn Jahren und dreißig Thailandreisen. Wir bekommen eine drei-Zimmer-Villa. Ein gewisser Luxus muss halt ab und zu mal sein.

Morgens dann ein Besuch am Chedi Wat Chang Lom nebenan.

Dann der berühmte Historical Park Sukothai. Wir nehmen uns ein privates Golf Car mit Fahrer. Ist einfach einfacher und kostet nicht viel. Es gäbe auch Fahrräder oder Busse. Zum Radfahren wär es mir aber zu heiß.

Dann folgt der nicht minder bekannte Si Satchanalai Historical Park, nicht allzuweit entfernt, wo wir den offenen Bus nehmen (müssen).

Ich übernachte in Kamphaeng Phet in einem schönen kleinen Resort. Natürlich auch hier ein schöner Pool, der von uns wie immer gleich frequentiert wird. Unsere Villa hat zwei Etagen.

Zum Abendessen suche ich mir ein deutsches Restaurant. Hier ist alles perfekt. Wenn ich auch keinen deutschen Besitzer erkennen kann. Ein Mitglied meiner Gruppe bestellt sich eine Schweinshaxe.

Lächelt sie nicht süß?! Fast wie ein Buddha…

Kurzvideo:  „Schweinshaxe“ auf thailändischem Deutsch

 

Nächster Morgen: In Kamphaeng Phet gibt es auch einen Historical Park. Nein, mehrere. Wat Phra Tat und Wat Chang Rop und bestimmt noch mehr.

Historical Parks sind immer alle ganz schön anzusehen, aber es ist wie mit den Wats, den Buddha-Tempeln: „Kennst Du einen, kennst Du alle“. (Stimmt natürlich nicht! Jeder Historical Park und jeder Tempel ist anders! Ist nur ein doofer Spruch, den ich gelegentlich schonmal von saudummen Menschen gehört habe.)

Viel Zeit haben wir heute nicht. Ich will unbedingt noch „nach Hause“, nach HuaHin. Am liebsten in einem Rutsch – ohne weitere Zwischenübernachtung. Sonst würde die Zeit dort etwas kurz.  Also Beine in die Hand nehmen bzw. Räder rollen lassen. Fünfhundertdreißig Kilometer, Navi sagt acht Stunden, dazu noch Pausen. Ist in Thailand etwas viel. Soll ja noch Spaß machen und nicht zur Qual werden. Um zehn geht’s los. Ich wähle mir im Navi einen Weg etwas um Krung Theb (Bangkok) drumrum. Aber das doofe Navi quält mich dann letztlich doch noch durch die Stadt, durch die äußeren Stadtbezirke, aber halt doch durch die Stadt und so nicht von mir gewollt. (Ständig kommen unterwegs Meldungen „Es gibt einen um X Minuten kürzeren Weg… usw.“ Da hab ich offenbar unterwegs einmal nicht gut genug aufgepasst.)

Am späten Nachmittag dann endlich gegen achtzehn Uhr die ersehnte Ankunft. HuaHin. Ich habe Glück, wir haben wieder eine schöne kleine „Private Pool-Villa“ bekommen, mit drei Zimmern, Küche, Wohnzimmer und drei Bädern. Für drei Nächte. Nicht schlecht, Herr Specht.

Abendessen am Nachtmarkt in der Stadt mit Austern satt und vielen weiteren fischigen Leckereien – und mein Freund Khun Noo spielt auch wieder gegenüber auf. Echt cooler Abend.

HuaHin ist ähnlich wie ein Kurort in Deutschland. Vergleichsweise ruhig. Und ich fühl mich hier immer auf Anhieb wohl. Is‘ ja auch längst mein zweites Zuhause. Ich kenne hier inzwischen jeden Baum und jeden Stein.

Endlich kann ich mal wieder im Liegestuhl am Strand imbissen und dabei meine Füße im nassen weichen Sand vergraben.

Ein paarmal fahr ich raus nach Khao Tao. Hier gibt es einen sehr schönen langen und leeren Sandstrand. Dazu ein Wat auf einem Hügel, Restaurants und Ruhe. (Bitte nicht mit dem sehr ähnlichen Khao Takiab ganz in der Nähe verwechseln.)

Tja, und plötzlich ist überraschend letzter Morgen angebrochen. Vorwärts, wir müssen zurück! Auf dem Heimweg mach ich noch Halt in Phetchaburi und zeige den Mädchen die bestaunenswerte Grotte Tham Khao Luang.

Der Rückweg führt erneut durch Bangkok und dann nach Nong Khae, wo ich zwei Mädchen „zurückgebe“. (Entschuldigung.) Die dritte Freundin fährt am frühen Abend wieder mit mir zum Flughafen zurück und dann mit dem Taxi weiter nach Hause in Samut Sakhon. Ich gebe derweil das Auto ab und warte dann ergeben auf meinen Rückflug um kurz vor 24 Uhr.

Auto war okay. Verbrauch lt. Anzeige 6,0 Liter – bei immer eingeschalteter Klimaanlage, vier Leuten drin und entsprechendem Gepäck. Benzin (diesmal 95 Oktan statt sonst E 20) kostete um die 93 Eurocent, eigentlich immer noch ganz günstig. Dreitausendsechshundert Kilometer gefahren. Also bis jetzt insgesamt weit über sechzigtausend Kilometer in Thailand rumgefahren. (Und nebenbei: Bestimmt in den letzten zwanzig Jahren ein bis zwei Millionen Kilometer beim Fliegen zurückgelegt.)

Jeden Nachmittag und/oder Abend der Reise im Pool verbracht. War supercool.

Das thailändische Essen war hervorragend. Wieder zuhause hatte meine freundliche Waage immerhin ein Kilo weniger angezeigt. Trotz der vielen kleinen Bierle…

Auf dem Rückflug gibt es einen fast neuen A350-900. Landung in Frankfurt FRA pünktlich morgens, wieder um halb sieben. Hab ich gerne so, weil ich dann den ganzen Tag noch vor mir habe.

Landung in FRA

Mein bester Freund Bernie hat (und wollte) es sich nicht nehmen lassen, mich unbedingt am Flughafen abzuholen, und ich bekomme bei ihm zuhause auch noch ein wundervolles deutsches Superfrühstück spendiert, mit allem Drum und Dran. Ganz lieben Dank an Euch drei! Ohne Eure Hilfe wär ich sowieso nicht gefahren.

Nichts ist mehr so wie es war. Trotzdem, eine wirklich angenehme Reise. Alles gutgegangen. Keinerlei Probleme. Gar keine! Cool! Hab ich echt nach allem gebraucht. Ergebnis: Nach dieser wundervollen Reise habe ich durchaus wohltätige, mit großem Dank an Gott und Buddha verbundene Gefühle. Und Hulapalu gab’s auch genug…

Und noch was zum Schluss: Kiffen? Okay, kannst Du machen. Musst Du aber nicht. Mir persönlich hat die mehrmalige Einnahme halluzinogener Substanzen nicht viel gegeben. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt für sowas. Trotzdem werde ich natürlich auf meiner kommenden TH-Reise wieder zugreifen; irgendwann muss das Zeug doch mal bei mir wirken. Das ganze Affentheater dadrum hier in Deutschland kann ich nicht verstehen.

Den Psychos in meiner Selbsthilfe-Therapiegruppe werde ich echt wieder viel zu erzählen haben, was hier nicht so gut herpasst. (Brüder, Schwestern, Freunde, Ihr könnt Euch schon mal freuen…)

Schade. Plan leider nicht gelungen. Ich hatte ja den Vorsatz, weniger Text zu schreiben und weniger Fotos einzufügen. Das Gegenteil ist der Fall. Und dabei hab ich schon ein paar Begebenheiten weggelassen. Sorry. Vielleicht klappts beim nächsten Mal.

Sämtliche Protagonisten hatten Spaß und blieben unverletzt. Und unbestraft, meine „Freunde“ bei der Polizei ließen mich diesmal unbehelligt. Mai Pen Rai. Ich mach mir keine Sorgen mehr. Danke liebe gute Fee!

Nächste Reise versuch ich mal wieder, mit meiner Entourage von Thailand aus nach Vietnam zu kommen. Vielleicht im Oktober 2023. Oder, wenn sie dann immer noch keinen Reisepass haben, einfach nach Süden runter, Richtung Phuket. Mal seh’n.

 

 

 

 

 

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Fotokapitel

 

Im Flughafen FRA

Dieses ist der Erbauer des Tempels im Foto drüber. Soll ein berühmter Schauspieler sein.

Im Hotel. Hatte ich nicht verstanden. Leider konnte ich es nicht übersetzen…

Das waren sie: Die CBD-Händler meines Vertrauens. Halt Profis. Wer selbst konsumiert, kennt sich auch am besten damit aus…

Golden Gate Bridge im Terminal 21

Diesen Bass muss ich jedes Mal zupfen, wenn ich hierher komme! (Ist in Wirklichkeit ein Kontrabass. Dank an Hannes B.)

Die „Schlangenfrau“ erklärt uns die Vorsichtsmaßnahmen…

Angst. Todesangst…

Style meets beauty…     😉

Die ham in Chiang Rai echt die gleiche Rundfahrt gemacht wie wir. Übersetzung des Banners: „Ein herzliches Willkommen an die verehrten Gäste des Perfect 2023 Thailand-Seminars“.

Empfang, wenn man aus dem Aufzug aussteigt

Mein Lieblingsschatz

Free Willy! Der alte Orca darf zurück in sein Element. Au weia, droht jetzt gleich ein Tsunami…?

Wenn sie ins Wasser geht, steigt bestimmt der Wasserpegel. Ähnlich wie bei mir…

Hua Hin. Der Bahnhof der Hochgeschwindigkeitsbahn macht große Fortschritte. Fehlende Lücken der Strecke dagegen nicht. Das wird hier auch noch lange dauern, bis der erste Zug fährt.

 

 

 

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Hier noch ein paar Bemerkungen:

 

Keine einzige Zigarre geraucht; war irgendwie keine Zeit/Gelegenheit. (Das Foto ganz oben stammt aus der vorherigen TH-Reise.) Dafür öfters mal die doofen „Tüten“. Stoned war ich nie. Das werde ich dann auf meiner nächsten Reise im Oktober ’23 nachholen!

Eigentlich ist so eine Thailand-Reise, so wie ich sie immer mache, eher was für große Jungs. „Normale“ TH-Urlauber möchten ja lieber vierzehn Tage in ihrem Resort bleiben und machen nur ein paar organisierte Ausflüge im Van. Vor allem, wenn Familie dabei ist. Wär so aber nix für mich. Ich kann immer nur höchstens drei Nächte irgendwo bleiben. Und: Ich brauch im Urlaub ein Lenkrad auf der „falschen“ Seite, wahnsinnigmachende U-Turns, nicht vorhandene/beachtete Vorfahrtsregeln und überhaupt viel Aufregung im Verkehr. (grins)

So bin ich und so bleib ich!

Ich schreibe meine Reiseberichte im Übrigen erstmal für mich selbst. Dann kann ich nie mehr etwas der ebenso kostbaren wie flüchtigen Erinnerungen vergessen. Aber man hat mir geraten, sie auch ins Internet zu stellen, damit andere an meinen Erlebnissen teilnehmen können. Für den, der es möchte. Deshalb diese Website.

Ich konnte auf der Reise abends fast immer ein deutsches Weizenbier trinken. Erdinger, Weihenstephan, Paulaner, Franziskaner…

Essen unterwegs war auch immer perfekt. Ich liebe thailändisches Essen. Nur einmal, im „Bavarian Beer House“, bin ich auf die Schnauze geflogen. Aber das hatte mit „thailändisch“ ja auch gar nix zu tun.

Tanken: Man bleibt im Auto sitzen und wird motorlaufend (Klimaanlage) betankt. Geld wird am Autofenster kassiert. Sehr bequem. Und manchmal bekommt man auch noch eine große Wasserflasche geschenkt.

Corona-Masken sind noch immer weit verbreitet. Sehr weit. Auch auf Fahrrad, Scooter, Motorbike, Motorrad oder im Auto, Pkw, Taxi, Bus. Und zu Fuß.

Als letztes: Ich hab mir jetzt doch eine kleine Dashcam ins Gepäck gelegt. Gerade in Thailand könnte sie nützlich werden, denn im Falle eines Unfalls hat man als Ausländer automatisch die schwarze Karte und immer sofort die größte Schuld. Da könnte es von Vorteil sein, eventuell die eigene Unschuld beweisen zu können.

 

 

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Eat

Drink

Travel

 

 

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Wie gewohnt, hier ein paar gesammelte Aphorismen:

 

Lachen ist die beste Medizin. Außer bei Durchfall…   (eigene Erfahrung)

 

Martin Luther hat es schon festgestellt: Du bist zuhause, wo es Dir am besten gefällt.

 

Teodor Fontane: Ein Arschloch wird immer ein solches bleiben. Auch wenn es sich eine Rose in den Hintern schiebt.

 

 

 

Alle hier geschilderten Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten.

 

Man kann auch leben, ohne ständig nach Thailand zu reisen. Es lohnt sich nur nicht.

 

 

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Text und Fotos sind grundsätzlich nur zum privaten Gebrauch bestimmt!
Jegliche kommerzielle Nutzung, Vervielfältigung oder Veröffentlichung einschließlich der Speicherung auf elektronischen oder sonstigen Datenträgern ist ausdrücklich untersagt und nur mit schriftlicher Zustimmung des Autors gestattet.

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Besonderer Hinweis zum Persönlichkeitsrecht dritter Personen:
Sollten sich auf meinen Fotos zufällig erkennbare andere Personen befinden, die dieses nicht wünschen, dann bitte ich hiermit schon im Voraus um Entschuldigung und um Nachricht an mich unter
virmond(a)t-online.de
Die Personen werden selbstverständlich sofort unkenntlich gemacht, oder die betreffenden Fotos werden von mir umgehend gelöscht.

© WILFRIED VIRMOND 2002 – 2023

Thailand 31

 

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Ich bitte um Verständnis, ich bin oldschool und verwende deshalb größtenteils die alte Rechtschreibung.

Und das ganze Gender-Getue geht mir gehörig auf den Sack! (Nennt mich altmodisch, aber ich bin froh, dass meine Mutter eine Frau war…)

Hinweis: Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von eventuell oben verlinkten Seiten. Diese stehen in der Verantwortung für sich selbst.

 

 Alle Rechte vorbehalten – All rights reserved
Written with my own heart blood in EU

 

 

 

Wie nennt man einen Delfin mit Unterhose? Slipper!

 

 

 

Hab ich mich schon oft gefragt:

Gibt es Geigen für Linkshänder?

Ja! (Er/Sie hat aber wenig Freunde im Orchester! Und sieht auch Schei… aus.)

 

 

 

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Dieser Beitrag sollte nur von Menschen gelesen werden, die Deutsch sprechen

 

I have spent countless hours writing this travelogue. That’s why I would be very happy about a rating in my guest book!

 

 

 

 

 

 

In endless loving Memory
A.I.V. 1951 - 2023
Warte auf mich, mein Schatz, wir sind bald wieder zusammen
Ich liebe Dich - die nächsten tausend Jahre und dann für immer

 Niemand ist mehr da, der meine Texte korrigiert - und ab und zu schmunzelt
 Niemand ist mehr da, der mich liebt
Niemand ist mehr da, der mich bekocht
Niemand ist mehr da, der mich zum Lachen bringt
Niemand ist mehr da, der neben mir ist
Niemand ist mehr da, der mich einfach nur streichelt
 Ohne Dich ist alles doooof
In ewiger Liebe, Dein W

 

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