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Drei Mann in einem Boot
und der Hund war auch dabei
Mit einem Hausboot auf der Saône
Ein Boat Trip
Von Saint-Jean-de-Losne nach Gray und zurück
+ Paris
Unsere Reise zu den Froschfressern (franz.: bouffeur de grenouilles)
Juli 2025
Letztes Update 24.08.2025
99,999 % bakterien- und virenfrei
geprüft und zertifiziert
Wilfried R. Virmond
„Drei Mann in einem Boot (vom Hunde ganz zu schweigen)“, veröffentlicht 1889, ist ein humorvoller Roman des englischen Schriftstellers Jerome Klapka Jerome (Jerome Jerome), der einen zweiwöchigen Bootsurlaub auf der Themse von Kingston upon Thames nach Oxford und zurück nach Kingston beschreibt. Originaltitel: „Three Men in a Boat (to say nothing of the Dog)“. Es gab auch einen adaptierten deutschen Spielfilm (1961) mit Heinz Erhardt, Walter Giller und Hans-Joachim Kulenkampff.
Inhaltsverzeichnis:
Donnerstag und die Tage davor
Ein Tag mitten im Juli 2025. Plötzlich sind sie da. Meine beiden besten Freundinnen aus Thailand, Lek-Lek und Meena. Ich dreh mich in meiner Küche um – und sie stehen einfach hinter mir und lächeln mich freundlich an. Wau! Wie ham die sich denn hergebeamt? Teletransportation durch das Raum-Zeit-Kontinuum?
Naja, um ehrlich zu sein, in Wirklichkeit war es ja leider auch nicht ganz so: Ich hab sie vorhin beide am Flughafen Frankfurt abgeholt. Aber es hätte ja so sein können. Jetzt sind wir drei wenigstens nicht mehr alleine – und ich schon gar nicht. Sie bleiben für zwei volle Monate.
Ein paar Tage verbummeln wir mit Ausflügen in unserer hiesigen Umgebung. Wetter heiß, immer über dreißig Grad, oft deutlich höher.
Die von mir geplanten ein, zwei Wochen Urlaub in Holland am Meer klappen nicht, die guten Ferienhäuser sind jetzt natürlich alle ausgebucht – und die schlechten übriggebliebenen gefallen mir nicht. Deshalb switche ich um und buche uns kurzentschlossen für elf Tage ein Hausboot in Burgund. Auf der Saône. (Spricht man eher aus wie „soohn“.) Morgen geht’s schon los.
Tag 1, Freitag
Wir nehmen der Einfachheit halber den Mazda für den Weg dorthin. „Baby“ darf mitfahren, „Killer“ muss zuhause bleiben und die Haussitterin bewachen. Wetter heiß und sonnig, weiterhin immer deutlich über dreißig Grad.


Die Autobahn ist frei, in Lauterburg überqueren wir die Grenze nach Frankreich. Leider bin ich mal wieder etwas schusselig und vertippe mich beim Auswählen unseres Restaurants fürs Mittagessen und nehme aus Versehen das falsche. Hier gibt es nur zwei Gerichte: Kebab (was ich niemals esse) oder Gulasch mit Kartoffeln von gestern. Naja, es geht, man kriegt es runter. Als Dessert noch ein Mousse au chocolat. Das ist dann aber so gut – das beste seit langer Zeit – dass ich mir gleich noch eins bestellen muss! Hausgemacht! Und riesengroß…
Dabei hatte ich ja eigentlich ein besonders gutes Restaurant anfahren wollen. Aber is‘ ja nie gut, während der Fahrt am Handy rumzufummeln. Kleine Strafe muss sein…

Danach geht’s an Straßburg und Colmar vorbei in die Ausläufer der Vogesen. Ich habe uns eine Zwischenübernachtung in Rimbach gebucht. Mein Motto auf der Fahrt: Einfach ist einfach einfacher.
Internet: Rimbach-près-Guebwiller ist eine französische Gemeinde mit 203 Einwohnern am östlichen Rande der Südvogesen im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est. – Wenn man ihn suchen würde, hier könnte er möglicherweise zu finden sein: Der Arsch der Welt…
Das Hotel ist ganz okay. Apartment mit zwei Zimmern, schönes Bad, Balkon mit Aussicht, großer Garten. Und ein Restaurant.
Fängt schonmal gut an. Der Trip wird bestimmt cool.




Wir bummeln nach dem Einchecken etwas durch den Ort und sehen uns dabei auch gleichmal die örtliche Kirche an: Église de l’Épiphanie.


Danach warten wir aufs Christkind, nein, aufs Abendessen, das sich rückblickend – Achtung Spoiler – als bestes der ganzen Reise herausstellen wird.
Tag 2, Samstag
Am Samstagmorgen haben wir bequem Zeit, um gemütlich weiterzufahren. Gleich am Ortsende halten wir noch kurz an der „Grotte de Lourdes“, um uns den Segen der Heiligen Maria für die Reise zu erbitten. Allerdings ist das hier weder eine Grotte, noch hat das ganze etwas mit Lourdes zu tun. Es ist vielmehr eine unbeschilderte und unscheinbare, halboffene Höhle. Man muss etwas suchen. Aber die zahlreichen marmornen Dankesplättchen an der Wand sprechen dann doch für die Wirkung und für die Heilung und Rettung vieler Menschen.


Ich habe beschlossen, die Landstraße ans Ziel zu nehmen. Man könnte auch Autobahn, aber ich habe französische Landstraßen eigentlich ganz gern. Hatte. Denn inzwischen gibt es in fast jedem winzigen Nest gleich mehrere Kreisverkehre, die die Fahrt doch heftig abbremsen. Aber größtenteils haben wir auch hier meist eine drei- oder vierspurige Straße. Allerdings: Das ist hier eine Nationalstraße und sie wird „Route de la Mort“, Straße des Todes, genannt. Also heißt es: Dobbelt uffbasse!


Unterwegs gibt es eine weitere kleine Kirche, weil uns ein Schild am Straßenrand ein gutes, kleines Restaurant verspricht. Aber wir finden es nicht. Dann halt wenigstens die Ortskirche Église Saint-Julien aus dem 18. Jahrhundert in Fontenois-lès-Montbozon.

In Auxonne, kurz vor unserem Ziel trinken wir etwas, und ich sehe mir die hiesige, ziemlich große und imposante Kirche „Notre Dame“ an, die innen aber nicht so prächtig wie von mir erwartet aussieht. Vielmehr schlicht und schmucklos.



Kurz darauf, mittags, treffen wir entspannt am Zielort in Saint-Jean-de-Losne in der Bourgogne (Burgund) ein. Fünfhundertdreißig gefahrene Kilometer. Ich freu mich darauf, den rustikalen Charme Burgunds kennenzulernen. Wir sind hier im Département Cote d’Or.
Wir können jetzt ganz in Ruhe auf die Übergabe unseres Bootes warten. Dabei beobachten wir gelassen und entspannt, wie aufgeregt manche Kunden/Familien sind, um ihr Boot zu übernehmen – und schmunzeln darüber.

Inzwischen studiere ich schonmal die Sicherheitshinweise.

Da die Übergabe dann doch noch etwas dauert, nehmen wir zwischendurch unser Mittagessen in einem nahegelegenen Restaurant am Ufer der Saône ein.


Nach dem Lunch erhalten wir die übliche Einweisung. Omar macht das. Er spricht ganz passabel Deutsch – will aber nicht fotografiert werden.

Kurze Probefahrt unter den Augen des jeweiligen Einweisers ist bei jeder Übernahme Pflicht. Omar sieht gleich, dass ich Bootfahren kann und kürzt die Prüfung etwas ab.
Unser Boot ist ausreichend groß, dreizehn Meter Länge.
Das Boot bietet Platz für sechs Personen in drei Kabinen. Alle haben je eine elektrische Toilette und Dusche (mit Warmwasser). Dazu Küche und Salon mit zwei Esstischen und Terrassentüren aus Glas. Innensteuerstand und Flying Bridge oben. (Das einzige, das fehlt, ist ein TV. Aber französisches Fernsehen – braucht man wohl eher nicht…)
Drei Kabinen sollten mindestens vorhanden sein. So können wir die dritte für Gepäck und Klamotten verwenden und ham immer aufgeräumt.

Ein Großeinkauf im nahen Supermarkt schließt sich an – nein, wir fahren sogar zweimal hin, um später, beim zweiten Mal, noch mehr Proviant und dringend Benötigtes einzukaufen. Gepäck und Vorräte bringt man mit einem Einkaufswagen vom Auto über einen Steg zum Boot. Also ganz einfach.
Das Auto stelle ich danach auf dem betriebseigenen und nachts abgeschlossenen Parkplatz ab und bin ganz beruhigt. Die Hitze war heute noch größer als gestern. So um die 37° C. Nachts wird es dagegen sehr kalt. Arschkalt.
Ab sofort ist unser Domizil das Boot, egal was kommt.
Ein paar Schwäne kommen vorbei und wünschen uns eine Gute Fahrt.


Wir bleiben diesen Abend einfach noch im Hafen liegen; wir haben ja elf Tage vor uns und nicht nur eine Woche, wie es sonst meistens üblich ist und wie es mir Antje von der Bootsfirma erzählt. Dadurch wird uns das Vergnügen zuteil, abends ein prächtiges Großfeuerwerk ganz in unserer Nähe zu beobachten. Ich frage mich, ob das extra für uns angebrannt wird? Wollen die uns so verabschieden? Find ick jut.



So können wir uns ganz in Ruhe mit dem Boot anfreunden, und auch Baby gewöhnt sich an alles und bleibt ganz locker.
Tag 3, Sonntag
Die kalte Nacht war logischerweise etwas unruhig weil ungewohnt, aber es ging. Lek und Meena schlafen ja immer gut, Baby auch.
Wir bereiten uns unser Petite Dejeuner (Frühstück) zu und starten dann die Maschinen. Ganz vorsichtig, wie die Igel beim Sichvermehren, suche ich uns den Weg nach draußen und über den kleinen Kanal zum Fluss. Ich muss nach backbord steuern, flussaufwärts.
Langsam und leise gleiten wir auf der Saône dahin. Wetter erneut sonnig mit der Aussicht auf große Hitze. Es fängt schonmal ganz schön an.
Und da kommt sie dann auch schon: Die erste Schleuse! Mir macht das ja nichts aus, aber die Besatzung hat halt keine Ahnung, wie das hier so läuft.
Die Schleusen sind alle automatisch, d.h. man muss an einem dicken Seil, das über dem Fluss hängt, ziehen oder drehen, um sich anzumelden und die Automatik in Gang zu setzen. Klingt einfach, ist einfach – und bedarf dann auf dem Weg zur Schleuse doch etwas Aufmerksamkeit.
Wenn es mit der Anmeldung geklappt hat, läuft alles Weitere wie von selbst ab. Erstmal warten, irgendwann kommt ein grünes Lichtsignal, das Tor öffnet sich und man kann rein. Dann muss Lek die Leiter an der Mauer hochklettern, zwei Seile (vorne und hinten) um die Poller schlingen und das Ende des hinteren Taus wieder nach unten zu Meena werfen, das andere muss sie oben festhalten. Dann muss sie noch eine blaue Stange hochschieben und drehen, um den weiteren Ablauf zu aktivieren. Danach schließt sich das hintere Tor, das Wasser in der Schleuse steigt an, und unser Boot wird entsprechend auf die notwendige Höhe angehoben. (Oder – später, auf unserm Rückweg – mit dem ablaufenden Wasser nach unten transferiert.) Anschließend öffnet sich das vordere Tor und wir können langsam auf der neuen Höhe raus- und weiterfahren.
Später, mit einem zweiten Boot in unserer Schleuse, sehe ich, dass die da eine Stange an Bord haben, mit der sie das Tau oben über den Poller legen. Das ist natürlich sehr viel einfacher, als die schmale Leiter hochklettern zu müssen. Ich suche bei uns an Bord nach einer solchen Stange. Vergeblich. Später, bei der Rückgabe des Bootes, sagt mir Antje, dass es Omar bei der Übergabe offenbar vergessen hat, zu überprüfen, ob der Bootshaken auf dem Boot ist – und dass ich von unterwegs aus hätte anrufen sollen. Sie hätten mir dann diese Stange gebracht. Aber egal, es ging ja auch so.
Das Ganze läuft bei uns noch etwas umständlich und hakelig ab, aber es klappt schließlich – und ohne dass wir untergehen oder größere Schäden an Boot oder Schleusenmauer verursachen. Bei der zweiten Schleuse hilft Lek ein Typ aus dem Boot hinter uns. Lek und Meena ham halt keine Ahnung. Ich hatte mir schon ein paar Sorgen gemacht. Zum Glück zu viele. Schließlich gibt es noch reichlich viele Schleusen auf unserem Weiterweg. Doch unnötig, es geht letzten Endes besser als erwartet/befürchtet. Mit jeder neuen Schleuse etwas besser.


Beruhigt geht es weiter durch fast unberührte Landschaft, die ganz langsam im Zeitlupentempo an uns vorbeigeschoben wird. Unsere Höchstgeschwindigkeit soll so um 7,5 km/h betragen.

Hier um uns herum ist auch ein großes Naturschutzgebiet.
Der Fluss ist fast immer so glatt wie ein Spiegel.
Wohlbefinden auf einem sehr hohen Level.
Bis auf die Sonne. Wetter nach wie vor sehr heiß, heute sollen es erneut mehr als 35 Grad werden. Die Sonne brennt und verbrennt mir meine Lippen, wie so oft schon. Ich kenn das. Das Wasser strahlt die Sonnenstrahlen zurück, genauso auch noch das weiße Boot. Es ist heftig. Meine zarten Lippen schwellen an und brennen und platzen später auf. Leider gibt es hier am oberen Steuerstand kein Bimini (Sonnensegel).
In Auxonne legen wir an. Hier gibt es keinen Landstrom, kein Wasser, kein nix. Und kein Restaurant weit und breit. Stichwort: Gaststättensterben entlang der Saône und überhaupt in Frankreich. Aber es gibt wenigstens einen Kiosk direkt neben unserem Boot, wo man etwas essen und trinken kann: „La Guinguette“. Der Abend wird deshalb letztlich doch recht, hm, naja, sagen wir „vergnüglich“…




Und ja, hier im Ort hatten wir mit dem Auto auf dem Herweg kurz Rast gemacht. Aber es ist jetzt, nachmittags, viel zu heiß, um den Ort zu besichtigen, wie ich es eigentlich geplant hatte. Einkaufen müssen wir auch nix, wir ham noch alles.
Die Nacht wird etwas unruhig: Erst fällt mir meine (billige) Lesebrille ins Wasser und gluck, gluck, gluck, isse wech, obwohl aus Plastik. (Mein Opfer an den hiesigen Flussgott/göttin, egal wie die jetzt hier heißen.) Dann kommt ein Haufen Idioten, junge Leute, die auf der Treppe, direkt neben unserem Boot, fünf Meter entfernt, Party machen müssen und das bis nachts um drei! Und frühmorgens macht eine Gruppe Krähen weiter mit unglaublich lautem Gekrächze.
Nebenbei, wir hatten gerade Neumond, und ich beobachte in den nächsten Tagen die Zunahme Lunas.

Tag 4, Montag
Morgens geht es gutgelaunt weiter. Die Welt ist schön und wir schwimmen mittendrin.





Mittags kommen wir in Lamarche-sur-Saône an.
(Lamarche-sur-Saône ist eine französische Gemeinde mit 1367 Einwohnern im Département Côte-d’Or in der Region Bourgogne-Franche-Comté.)
Der Platz, an dem wir anlegen, entpuppt sich als sehr einfacher Campingplatz. Nein, ein Stellplatz für Wohnmobile; ein paar stehen herum. Und zwei Boote haben angelegt. Für uns gibt es grad noch ein Plätzchen. Aber wir bekommen hier immerhin Landstrom und Landwasser. Wasser brauchen wir noch keins, der Frischwassertank zeigt noch fast voll an. Aber Strom. Für acht Stunden verlangt der doofe Automat fünf Euros. Mehr gibt’s nicht, danach muss man neu bezahlen. Blöd und teuer und sowas von umständlich. Und dann ist unser Kabel auch noch zu kurz, obwohl schon recht lang. Alles doof hier! Doch ich hab Glück, nette Wohnmobilleute aus Hannover leihen mir ihre Verlängerung.



Blöd ist, dass wir am Nachmittag feststellen, dass unser Trinkwasser knapp wird. Man weiß ja auch nicht, wann wir neues bekommen. Im Ort ist alles geschlossen. Montags ist in F fast alles zu.
Nach etwas Sucherei und Recherchieren – Fragen geht nicht, es gibt keine frei herumlaufenden Einwohner – mach ich mich auf den Weg zu einem etwas entfernten Hotel. Und das in dieser Hitze. Es ist tatsächlich geöffnet. Ich kann dort schließlich fünf große Flaschen Wasser (aus Glas, also schwer) erwerben und den zuerst unverschämten Preis von über dreißig Euronen auf nur noch sehr teure zwanzig Euro runterhandeln. (Die gleiche Menge Wasser in Plastik kostet im Supermarkt so um die drei Taler.)

Logisch, der Weg zurück ist anstrengend, ich schaff es kaum. Man bedenke mein Alter und die Hitze. Aber die Mädchen kommen mir mit Baby entgegen, und sie helfen mir alle beim Tragen.

Tag 5, Dienstag
Wir legen ziemlich früh ab. Bevor die große Hitze beginnt. Wir schaffen erneut wieder drei, vier Stunden.



Unsere Schleusenpassagen werden indessen mit jedem Mal besser. Obwohl, die endgültige Performance könnte immer noch weiter verbessert werden.
Schließlich legen wir in Gray an. Ein etwas größeres kleines Städtchen.
Hier bekommen wir an einem Automat preisgünstig Wasser und Strom – und Schlauch und Kabel sind auch lang genug. Übrigens bekommen wir öfters mal von anderen Bootsfahrern geholfen oder Ratschläge. Ist halt wie beim Campen.

Der Platz hier gefällt uns, und wir beschließen, erstmal zu bleiben. Zumal drüben, hundert Meter weiter, schon wieder die nächste Schleuse zu sehen ist. Später soll sogar noch ein langer, schmaler Tunnel kommen, und die Mädchen wollen das eigentlich eher nicht machen. Ich würde ja sehr gerne noch weiterfahren, gebe aber nach. Okay, ist mir letztlich nicht so wichtig, bleiben wir halt hier, bevor wir irgendwann mal umdrehen, um zurückzufahren. Spaß hat Vorrang.
Abends gegen acht besuchen wir den nahegelegenen Supermarkt. Intermarché, also riesig groß. Fermé! Zu! Geschlossen! 19:30 Uhr wird hier zugemacht! WTF, das hab ich ja noch nie erlebt!


Egal, dann gehen wir halt gleich weiter in den Ort und suchen uns ein schönes, kleines, gemütliches Restaurant. Ja, drauf geschissen. (Entschuldigung, bin sauer.) Auch alles zu! Oder offen, aber es gibt nur noch was zum Trinken! Mit Mühe finden wir dann eine kleine Pfannkuchenbude und die Oma macht uns drei (teilweise) schwarz verbrannte Pfannkuchen, bevor auch sie ihren Laden schließt.


Tag 6, Mittwoch
Nach dem Frühstück erstmal Großeinkauf im Supermarkt. Endlich! Jetzt ham wer endlich wieder genug Vorräte an Bord. Beruhigend. Kaum zu fassen, dass der Laden abends um halbacht zumacht, wo der doch so groß ist. Is‘ schon ein merkwürdiger Ort hier.


Wieder sollen es 37 Grad werden. Und immer noch nachts ein- oder knapp zweistellig. Wie zuhause. Das soll auch so für die nächsten Tage bleiben. Mit etwas Glück soll es morgen nicht mehr so heiß werden. Die Klamotten kleben einem sofort am Leib. Ein mitgebrachtes Buch lesen ist unmöglich. Im Internet sehe ich ständig Hinweise zu den Gefahren der Hochtemperatur.
Nebenbei: Zigaretten gibt es hier nur in speziellen Tabak-Geschäften „Tabac“ und sind so teuer wie bei uns, oder noch teurer.
Tag 7, Donnerstag
Wir machen heute endlich einen Rundgang durch die Stadt. Fast alle Geschäfte sind dauerhaft geschlossen. Polizei, Gendarmerie, auch beide zu und verriegelt. Gerichtsgebäude (Palais de Justice) zu und mit Brettern vernagelt. Das Krankenhaus Hôpital de Gray hat fast nur negative Bewertungen.

Vor und im Finanzamt sind ein paar lustlose Leute erkennbar. (Wär ich auch, wenn ich hier arbeiten müsste…)





Einzig sehenswert ist hier die Basilika Notre-Dame de Gray aus dem 15./16. Jahrhundert. Aber auch nicht so sehr. Denn leider ist auch sie im Inneren etwas schlicht.
Eine Kathedrale ist ein Bischofssitz. Eine Kathedrale kann aber auch Dom genannt werden. Oder Münster. (Münster weist auch auf ein früheres Monasterium, Kloster, hin.) Eine Basilika deutet auf einen großzügigen Baustil hin, ist aber auch als Ehrentitel der Kirche eines Patriarchen zu verstehen.




Der Ort hier, Gray, stellt sich zudem immer deutlicher als offenbar rechtsfreier Raum heraus. Und weil hier keine Ordnung mehr herrscht, nerven zahlreiche Motorräder und Roller mit ausgeräumten Auspufftöpfen die Leute, gerne auch spätabends und nachts. Es schert niemanden. Frühmorgens kommen sie aus ihren Löchern und machen ihren Krach. Hui, das macht Spaß! Den Idioten wenigstens. Frühabends hab ich vorhin drüben, am andern Ufer, auch schonmal ein paar Wheelies gesehen.
Zweiräder laut und schnell machen: Man öffnet den Auspufftopf und nimmt den dB-Killer oder überhaupt die Innereien raus oder baut sie zumindest etwas um. Ofenkitt und/oder Ausbrennen ist auch ein gutes Mittel der Wahl. Dadurch werden Zweiräder deutlich schneller, ein Roller z.B. statt 40 dann bis zu 80 km/h, und sie werden sehr viel lauter. Dann steckt man sich noch zwei Ohrstöpsel in die Ohren, selbst braucht man ja nicht die volle Dröhnung, und erfreut dann seine Umwelt.
Erschwerend wird die nahegelegene Brücke von zahlreichen großen LKWs und riesigen Monstertraktoren befahren. Wichtige Durchgangsstraße. Alles laut und brutal. Ja, das ist schön. Für die Krachmacher und Unruhestifter. Polizei unsichtbar. Übliche Gesetze gelten in Gray offensichtlich nicht. Hier möchte ich noch nicht mal begraben sein.

Abends finden wir ein eigentlich cool eingerichtetes Restaurant fürs Abendessen.

Der Chef (ein fett- und grauhaariger, fieser Harley-Typ mit obligatorischem Zopf) hat jedoch wenig Interesse an uns und spielt lieber mit seinen Kumpels hinter einer fast verschlossenen Tür im Nebenraum Karten. Seine Frau muss uns bedienen.
Tag 8, Freitag
Schlecht ist, dass es nachts saumäßig kalt ist. Günstig ist, das Baby meistens neben mir schläft, und sie ist eine wahre Wärmflasche. Heizung gibt es keine an Bord bzw. nur, wenn der Motor läuft. Schade, auf „kalt“ waren wir nicht vorbereitet. Laue Sommernächte, wie ich sie von früher kenne, hat die Politik offenbar abgeschafft…
Baby ist unglaublich brav. Sie ist ein toller Bordhund und macht nie Probleme. Es ist eine einzige Freude mit ihr.

Heute werden es „nur noch“ 32 Grad. Ein Glück. Das Leben ist dadurch deutlich leichter.
Insgesamt ist es ganz schön hier und ich hätte uns am liebsten ein Hotelzimmer in der Nähe gebucht. „Ein paar Tage Urlaub in Gray.“ Geht aber nicht. Es gibt hier nix. Kein Hotel hier.
Okay, dann buche ich uns halt, für wenn wir das Boot abgegeben haben, stattdessen eine Nacht kurz vor Paris und werde die Mädels mit dem Besuch des Eiffelturms am Tag drauf überraschen. Diese Buchung funktioniert. Ich muss jetzt nur meine Schnauze halten und darf nix verraten.
Heute Abend kochen wir an Bord. Es gibt Spaghetti mit Tomatensauce und Parmesan. Viel billiger, viel einfacher, viel köstlicher, viel gemütlicher. Dazu ein kühler französischer Rotwein. Und anschließend laufen wir nochmal ein paar Schritte und essen ein dickes, fettes Eis als Dessert.
Tag 9, Samstag
Nachts wieder kalt. Ich hab gefroren. Wieder ein Einkauf im Supermarkt. Diesmal machen wir es aber wie unsere Nachbarn und nehmen für den Rückweg ans Boot einen Einkaufswagen. Doof, dass wir da nicht eher draufgekommen sind. Is‘ ja soo einfach.
Tagsüber wieder heiß. Hört das denn nie auf!!!?
Und weil heute ein Bordmitglied Geburtstag hat, machen wir eine Birthday-Party mit Eisessen und Trinken, soviel man will. All you can eat bzw. lick bzw. schlürf.
Tag 10, Sonntag
Heute machen wir uns langsam auf den Rückweg. Unsere Gebete wurden endlich erhört: Heute ist es kühl und etwas usselig. Es regnet sogar ab und zu mal leicht. Zum Glück ist das Wetter unterwegs dann aber doch ganz gut. Vielleicht etwas windig.
Die Schleusen unterwegs sind jetzt ganz einfach, da wir „oben“ ankommen. Deshalb lassen sich die beiden Seile leicht um die Poller schlingen und alles sieht schon ganz gut aus.
Auf dem Fluss gibt es zahlreiche Schwäne, oft sind es Pärchen mit zwei, drei Jungen.
Wir legen wieder in Lamarche an. Da es nicht mehr so extrem heiß ist, machen wir diesmal endlich einen Rundgang durchs Dorf. Vor der Kirche gibt es eine winzige Kirmes. Die Kirche selbst ist verschlossen.



Nachdem wir wieder an Bord sind, fängt es zu regnen an. Glück gehabt.
Tag 11, Montag
Heute bleiben wir ganz gemütlich in Lamarche liegen. Wetter hat sich tatsächlich geändert. Es kommt ein Polartief, bzw. es is‘ schon da. Regen mit Aufheiterungen. Typisches Aprilwetter. Das heißt, richtig kühl am Tag und so richtig kalt in der Nacht. Also richtig usselig!
Der Stromautomat muss repariert werden. Sonst nix besonderes, ah, doch, die beiden Gemeindearbeiter stellen Gitter am Ufer auf. Warum? Wir wissen es nicht. Sie sprechen wie die meisten Franzosen auf unserer Reise kein Englisch.


Tag 12, Dienstag
Nachts war’s wieder saukalt. Zehn Grad. Gut, dass wir Landstrom und den kleinen Heizlüfter an Bord haben. Besser als gar nix.
Gegen zehn Uhr legen wir ab. Wir haben’s nicht mehr weit. Zwei, drei Stündchen. Kurz vor Auxonne fängt der doofe Regen an, mich zu belästigen. Aber wir haben ja noch unseren Sonnenschirm – und dieser hilft mir jetzt. Meena hält ihn schützend über mir.


Hier in Auxonne legen wir kurz an. Schade, der Kiosk hat heute wegen schlechten Wetters zu. Wir warten erstmal ab – und richtig, nach weiteren zwei Stündchen kommt die Sonne wieder raus. Na, denn man tau.






Den letzten Rest der Reise legen wir locker zurück. Es donnert ständig im Hintergrund. Aber das Wetter kann uns jetzt mal…
Entspannt erreichen wir unser Ziel, das ja auch der Startpunkt war. Der Himmel ist längst wieder bleu (blau). Jetzt nur noch locker in den Hafen rein und rückwärts an Land festmachen. Das klappt alles ganz hervorragend, da können die Leute schonmal gucken. Eigentlich müssten sie uns/mir auch noch applaudieren. Schade, jetzt könnte ich noch ’n paar Tage mit dem Boot dranhängen.




Tag 13, Mittwoch
Letzte Nacht und letztes Frühstück und dabei ein paar Reste aufbrauchen. Der Heizlüfter hat nachts den Geist aufgegeben.
Danach packen, Müll wegbringen und Boot zurückgeben. Jetzt wird mir gesagt, dass ich jederzeit die wichtige Stange hätte anfordern können. Naja, es ging auch ohne.
Befund: Alles okay. Wir ham nix kaputtgemacht. Etwas Geld für nicht vollständig genutzte Betriebsstunden gibt’s auch zurück. Dann Auto holen und alles einladen.
Wir kaufen noch kurz Zigaretten ein und besuchen die Kirche Saint-Jean-Baptiste (Sankt Johannes der Täufer) aus dem 16. Jahrhundert nebenan. Wollen besuchen. Sie wird gerade restauriert und ist leider wegen Bauarbeiten schon länger geschlossen.

Na, dann wenigstens auftanken. Ich hab es absichtlich nicht vor der Bootsübernahme gemacht, für den Fall, dass unser Mazda gestohlen werden würde. Die Tankstelle ist nur zwei, drei Kilometer entfernt, noch im Ort. Aber auch das geht nicht, die doofe Tankstelle ist nicht mehr da, nur noch bei Tante Google im GPS. Okay, ein paar Kilometer kann ich noch fahren. Aber Tankstellen sind hier eigentlich nicht so viele vorhanden.
Alles geht gut, eine automatisierte Supermarkt-Tankstelle spendet uns schließlich den wertvollen Saft. Und dann kommt die Überraschung für die Mädchen und für Baby. Ich sage ihnen, dass es nicht einfach nachhause, sondern Richtung Paris geht. Die Mädchen haben so oft vom Eiffelturm gesprochen, dass ich sie jetzt damit überrasche. Logisch, volle Begeisterung – sie strahlen mich an. Den Eiffelturm kennt man in Thailand sehr gut.
Inhaltsverzeichnis:
Immer noch Tag 13, Mittwoch
Wir gehen auf die Autobahn Richtung Norden, sie ist leer und frei. Auch hier gibt es unterwegs oft schöne Sonnenblumenfelder.


Später kurzer Stopp am McDonald’s.

Die Autobahn zieht sich etwas, aber sie ist leer und gut zu befahren. Ein paar einspurige (!) Baustellen gibt es, aber null problemo, alles easy.

Ich hatte uns ja bereits eine Übernachtung kurz vor Paris gebucht. Ris-Orangis. Es ist ein Privatquartier. Ein kleines Häuschen inmitten eines schönen Gartens. Das Besitzerehepaar ist nett und freundlich. Es gibt auch einen Pool und sogar einen Hot Tub. Und die Zufahrt über eine längere schnurgerade Baumallee war grandios. Wir haben drei Zimmer, Küche, Bad.


Aber jetzt kommt’s: Das Abendessen! Schwierig! Im angesteuerten Restaurant gibt es keine Sonnenschirme, und wir wollen immer draußen sitzen. Geht also nicht! Vor allem bei dem Wetter. Sonne satt. Aber wir wollen Schatten! Also weiter. Mehre kleine Restaurants werden angesteuert. Dabei stelle ich fest, dass das hier ein Konglomerat verschiedener Orte ist, alle zusammenhängend. Riesig. Schrecklich. Ein Ort geht nahtlos in den nächsten über.
Ein Restaurant macht erst in einer halben Stunde auf. Ein anderes hat zu. Ein weiteres ist gar nicht zu finden, obwohl wir direkt davor stehen müssen. Sechs, siebenmal werden wir so enttäuscht. Und das alles in dieser Hitze und bei dem schrecklichen Verkehr. Links abbiegen geht oft nicht. Rechts abbiegen auch oft nicht. Wenden schon gar nicht! (Ich hoffe, da kommt nix hinterher…)
Es gibt hier überhaupt nur Pizza, Döner, Kebab. Klassische Restaurants gibt es in Frankreich offenbar nur noch in größeren Städten und auch da nur noch selten. Das hab ich mir anders vorgestellt.
Schließlich gebe ich auf und wir machen uns nach zwei Stunden Sucherei enttäuscht und hungrig auf den Rückweg. Und ich war so naiv und hab mir unter Ris-Orangis einen netten kleinen beschaulichen Ort vorgestellt! Doch das war falsch, das ist hier eine Riesenstadt, fast so groß wie Paris. Dazu diese merkwürdigen unfreundlichen Verkehrsregeln. Und echt unzählige Ampeln. Nebenbei: Auch hier die unverschämt überlauten Motorräder und Roller.
Doch da, was iss’n das, wir sind auch dem Rückweg: ein italienisches Restaurant! Wenden geht nicht, also umständlich einen Weg suchen. Als wir da sind, bekommen wir tatsächlich eine schöne Terrasse mit Blick auf die Seine. Toll! Nur: Keiner der Ober spricht englisch. Doch das Abendessen ist dann ganz okay.


Tag 14, Donnerstag
Die Nacht ist gut. Bis auf die lauten Zweiräder, die man auch hier immer mal wieder hört. Aber ein richtiges, weiches, breites Bett (noch dazu ohne Ritze, also eine Spielwiese) ist halt doch etwas ganz anderes als die schmalen Kojen im Boot, eigentlich Bretter mit harter „Matratze“. Hart ist ja manchmal ganz gut, hier aber nicht. Endlich können wir wieder Hulapalu singen/machen. Wir schlafen total entspannt.
Das Frühstück ist sensationell. Es gibt fast alles, was man essen möchte – und noch mehr dazu. Dazu der schöne Garten und die beiden Jack-Russell-Terrier, die sich gut mit Baby vertragen. Mann, die Welt ist schön!

Bei einem Blick ins Internet stelle ich fest, dass man für eine Fahrt in die Innenstadt von Paris eine „Crit’Air-Vignette“ haben muss. Doch unser „Herbergsvater“ sagt mir, dass ich sie nicht brauche; er hat auch keine und fährt oft nach Paris rein. Mal seh’n, ob und wie das klappt. Ich mach mir Sorgen…
Die Autobahn ist hier schon länger kostenlos und total verstopft. Stau!

Weit über eine Stunde benötigen wir für die dreißig Kilometer zum Eiffelturm. Doppelt so lang. Aber weil ich falsch abgebogen bin, fahren wir jetzt an der Seine entlang und sehen den Eiffelturm ständig direkt vor uns und dabei immer größer werdend. Schön. Das war mal ein guter Fehler. Wetter weiterhin sonnig und sehr heiß.
Wir parken in einer Nebenstraße an einem Automaten, kostet schlappe 18 Taler für exakt eine Stunde. Nur, weil der bekloppte Parkscheinautomat mit seiner erst recht bekloppten KI offenbar erkannt hat, dass wir einen SUV und keinen Pkw haben.

Unglaublich viel Gedränge. Wie erwartet. Oder wie befürchtet. Wir umrunden den Turm, drunter durch geht nicht mehr, die ham den ganzen Eiffelturm einfach mit hohen Glas- und Holzwänden eingezäunt. Rauf wollen wir nicht, uns genügt der Anblick.






Danach quälen wir uns nach Notre Dame. Zum Parken finde ich ein sehr enges Parkhaus (Viertelstunde 1,35 EUR, geht ja noch) und dann zu Fuß hinüber.

Mann, du kriegst die Tür nicht auf…



Auch hier ein enormer Andrang. Aber ich hab ja so meinen Trick, um mich an solchen Schlangen vorbeizumogeln und ohne Wartezeit eingelassen zu werden. Hilft mir schon lange.
Das Innere von Notre Dame ist wunderschön. Von der fürchterlichen Brandkatastrophe ist nichts mehr zu sehen. Insofern man in dem Gedränge überhaupt etwas erkennen kann. Nur ein paar Kräne stehen noch seitlich draußen herum.



Auch hier noch ein Blick in die Sakristei.



Lek wartet solange mit Baby draußen, und dann wechseln wir, und ich gehe mit Lek noch einmal rein.
Zum Abschluss der letzte Paris-Höhepunkt: Sacre Cœur. Also weiter durch die Stadt quälen. Irgendwann sind wir dort in der Nähe, stellen unser Auto (kostenfrei, ich finde keinen Automaten) an der Rue Caulaincourt ab.

Danach laufen wir über eine der berühmten Treppen hinauf. Logisch, auch hier oben ein unmögliches Gedrängel und Geschubse.









Rein wie vorher, an der Warteschlange vorbei. Lek bleibt mit Baby wieder draußen; sie interessiert sich eher weniger für unsere Kirchen. Meena kommt aber mit mir und ist erneut begeistert. Ich natürlich auch!!
Zurück laufen wir durch die Rue du Chevalier de la Barre. Auch hier alles voller Touris; Place du Tertre spar ich uns deshalb lieber.

Danach runter zum Auto und raus aus der Stadt. So weit die uns im Stop-and-go-Gedrängel lassen. Ich bin erleichtert, alles gutgegangen. Paris macht keinen Spaß mehr. Ich war hier zwanzig Mal, aber das is‘ jetzt nix mehr für mich, bin zu alt für sowas. Man muss halt wissen, wenn es reicht.
Oder das Auto im Hotel lassen und einfach einen der zahlreichen Hop-on-Hop-off-Busse nehmen. Das wär noch ’ne brauchbare Möglichkeit, Paris zu erkunden.

(Oder vielleicht für ’ne Woche und dann jeden Tag nur ein einziges Highlight – und vielleicht auch mal die Métro nehmen. Auch wenn man dann von der Stadt kaum was sieht…)
Rückblickend merke ich, dass dieser Paris-Besuch mit größter Wahrscheinlichkeit mein bester und schönster Besuch dieser Stadt war. Ich war so oft hier, aber das hier war das Beste! Weil die beiden Mädchen und Baby dabei waren. Trotz des heftigen Verkehrs.
Alles geht weiterhin gut. Klar, logisch, unendlicher Stau auf dem Boulevard Péripherique und auf der Autobahn bis an Le Bourget vorbei, dann sind wir wieder auf dem Land und der Verkehr normalisiert sich endlich.
Ich fahr eine gute Landstraße (N2) nach Soissons. Mangels anderer Möglichkeiten muss ich uns ein Zimmer im Fasthotel buchen. Obwohl, „Hotel“ ist hier doch stark übertrieben. Die Zimmer sind unglaublich klein und, hm, „schlicht“. Aber ich kann sonst nichts besseres finden. In der Not muss halt auch mal ein Hamsterkäfig genügen.


Abendessen direkt nebenan in einem schönen Steak-Restaurant. Und dann nur noch Schlafen. Wir sind echt geschafft, Pariser sind anstrengend.
Tag 15, Freitag
Schnell noch nebenan tanken. Dann Autobahn über Reims und Saarbrücken zurück.

Auch heute wieder viel Sonne. Zum Schluss noch etwas Bundesstraße nach Hause.
Insgesamt 1.580 Kilometer gemacht. Alles gut und ich danke Gott dafür. Hat richtig fett Spaß gemacht! Hoffentlich kommt nichts hinterher nach…
Eine richtig schöne Reise, wir sind alle begeistert und werden es auch noch lange sein und in unseren Erinnerungen schwelgen. Für mich war es eine besonders glückliche Zeit, denn ich war mit den liebsten drei Wesen zusammen, die ich jetzt noch so habe.
Außer meinen Freundinnen Margarita, Bloody Mary, Gin(a) Tonic, Tequila Sunrise, die mich jetzt immer öfter aus meiner Einsamkeit rausholen müssen. Ja, Alkohol ist inzwischen mein guter Freund geworden; er spendet immer Trost. MMW wurde ja auch nie von seinem besten Freund Johnnie Walker enttäuscht. (Glück ist, besoffen zu sein.)
Unser Wetter war bis auf die zwei, drei kühleren Tage immer sehr heiß. Regen nur einmal kurz. Insgesamt also durchaus perfekt.
Baby war immer superbrav und hat nie irgendwelche Probleme gemacht.
Jetzt noch Auto ausräumen und zwei Tage Wäsche waschen.
Im Nachhinein denke ich mir, beim nächsten Mal vielleicht ein noch größeres Boot zu nehmen; unseres hatte dreizehn Meter. Diesmal hatten wir auch schon drei Kabinen, aber Platz hat man ja nie genug. Und Komfort lässt sich nur durch mehr Komfort ersetzen. Und Größe nur durch noch mehr Größe. Das war auf jeden Fall eine wiederholungsbedürftige Reise. Ich hab uns fürs nächste Jahr auch schon das größere Boot und ein anderes Fahrgebiet ausgesucht. Mal seh’n.
Hab zuhause viel zu erzählen. Die Hirnis in meiner Deprigruppe warten schon immer begierig drauf, und die Bekloppten im Strick- und Töpferkurs noch mehr. Deshalb ruf ich euch schon jetzt zu: „Jungs, freut euch, es kommt einiges, was ich hier nicht so schreiben darf…“.
P.S.: Bis jetzt, Mitte November, kam noch keine Forderung irgendwelcher Art…

Inhaltsverzeichnis:


Autobahn-Parkplatz in Frankreich auf der Hinfahrt:




Deko im ersten Hotel:





Ausblick morgens aus unserem Hotelzimmer:


Im Garten unseres Hotels:

Die „Grotte des Lourdes“ in Rimbach:

Erinnerung an die Befreiung durch die Amerikaner in Soultz:

Die Kirche in Fontenois-lès-Montbozon:

Hinweg in F:





Kirche „Notre Dame“ in Auxonne:




Ein Hausboot auf der Saône:

Großfeuerwerk aus Anlass unserer Bootsfahrt 😉 :




Unser Boot, noch am Steg im Hafen:


Besucher am Nachmittag
Wir haben in Auxonne angelegt:


Weiter geht’s:


Baby unterstützt mich oft





Ein kurzer Blick auf meine schönen Schuhe und die noch schöneren Socken:

Wir drei. (Baby hat das Foto geschossen und konnte deshalb leider nicht mit aufs Foto.):

Die erste Schleuse:


Lek bekommt etwas Hilfe vom Boot hinter uns

Weiter geht’s:


Wir haben in Lamarche-sur-Saône festgemacht:










Morgenstimmung
Die nächste Schleuse, jetzt ohne Unterstützung durch Außerirdische:


Gray:





Rundgang durch die Stadt:



Rathaus „Hotel de Ville“ in Gray


Zurück am Boot:


Auch hier eine Schwanenfamilie

Einer von uns hat heute Birthday


Das Gummiboot kann man mieten und dann darauf ein BBQ zubereiten
Es geht wieder zurück:










Kühl heute morgen


Meena steuert mal unser Boot
Wieder eine Schleuse, aber einfach, es geht ja flussabwärts:


Deko in der Pizzeria in Ris-Orangis:





Paris:














Im Hintergrund Trocadéro














Freundliche Begegnung

Notre Dame:

Auf dem Weg nach Notre Dame















Ein paar abfotografierte Plakate:





Auf dem Rückweg zum Auto:


Rückweg zum Auto. Ein letzter Blick.
Sacre Coeur:





















Rue du Chevalier de la Barre:



Auf dem Heimweg. Fismes, der Geburtsort Albert Uderzos:

Heimweg:






Für Irmgard
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Denk dran: Du sparst 100 Prozent, wenn du es nicht kaufst.
Schreckliche Vorstellung: Wiederverwendbares „Klopapier“. Gibt es tatsächlich.
Wenn es nicht deins ist, nimm es nicht.
Wenn es nicht richtig ist, tu es nicht.
Wenn es nicht wahr ist, sag es nicht.
Wenn du es nicht weißt, sprich nicht.
Kämpf nie mit einem Schwein. Du wirst dreckig und das Schwein hat seinen Spaß!

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Alle hier geschilderten Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten.
Good travelling is easy. You must nur your eyes uffmache un‘ uffbasse.
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Ich bitte um Verständnis, dass ich waagerechte Fotos bevorzuge. Meine Reiseberichte sind für die Ansicht mit PC, Laptop, Notebook, Tablet optimiert. Betrachtung mit Handy geht, kann aber leider nicht optimal ausfallen. Ich bitte um Verständnis.
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Die Personen werden selbstverständlich sofort unkenntlich gemacht. Oder die betreffenden Fotos werden von mir umgehend gelöscht.
Ich bitte um Verständnis, ich bin alt und oldschool und verwende deshalb manchmal noch die alte Rechtschreibung. Oder meine eigene.
Und das ganze Gender-Getue geht mir auch gehörig auf den Sack! Gendern ist eine Verarschung durch eine Minigruppe grüner Vollidioten. Bei sich zuhause spricht von den Deppen bestimmt keiner so abartig. So ein Quatsch! Warum lassen wir uns diesen Bullshit gefallen???
Und genauso geht es mir mit dem bekloppten „Queer-Brei“! Ja, ich habe was gegen diese LGBTQ-Wesen – und jetzt auch noch LGBTQIA+.
Mannomann, geht mir das alles auf’n Sack!
Dadevon krisch isch Blagg!!!
Echt! Abba sowas von!
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Fotos: Lek, Meena + Wilfried R. Virmond Text: WRV Wenige Fotos teilweise mit Hilfe der KI veredelt
Dieser Beitrag ist nur für Personen gedacht, die Deutsch sprechen.
Ich habe meine Website mit WordPress erstellt – einem Programm, das mich unzählige Male zur Verzweiflung und oft beinahe zur Weißglut gebracht hat. Und bringt. Es scheint fast so, als ob die das dort absichtlich machen, nur um ihre Nutzer zu quälen! Aus langjähriger Erfahrung kann ich euch nur den Rat geben: Wenn ihr eure eigene Website erstellen wollt und keine Nerds seid, sucht euch lieber ein anderes Programm aus!
Oder ich bin einfach nur zu alt. Oder zu dumm. Bin ja nicht blöd.
„The world is full of idiots and I’m the most stupid.“ – Das zeigt mir das Programm für diese Website. Jeden Tag.
ENDE
Wir wissen es alle: Glück kann man teilen, Trauer nicht. Wer das Gegenteil behauptet, ist einfach nur unwissend.
Das Licht in mir ist für immer erloschen. Der alte fröhliche Wilf ist gegangen. An seiner Stelle bin nun ich.
Mein Herz lässt sich nicht reparieren.

Warum Du – und nicht ich???
Mein Schatz, Du warst meine gute Fee.
Danke für Deine immerwährende sanftmütige, liebevolle Güte.