Thailand in Zeiten der Corona (2021)

 

 

 

Das Original in Premium-Qualität

 

Direkt aus meiner Reisebericht-Manufaktur

und exklusiv hier auf wilfi.de

 

  

Außen Reisebericht, innen viel Spaß

I like to entertain you

 

 

 

Thailand in Zeiten der Corona

 

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

À la recherche du temps*

 

 

 

 

 

Besser wird’s nicht, sage ich mir

und fliege auf dem Rücken des Oktopus

in das Königreich des Goldenen Buddha

 

 

Bangkok – Hua Hin – Chumphon – Khao Sok NP

 

 

November/Dezember 2021

Letztes Update: 03.01.2022

 

Mit dem Leihwagen

 

Episode 3277 

Eine Reise wie immer – nur anders

Auf SARS-CoV-2-Viren getestet

Aktiv, vegan, nachhaltig, glücklichmachend

Vor dem Lesen bitte kräftig schütteln

Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe

Besonders bienenfreundlich

 

 

Dieser Reisebericht wurde umweltbewußt mit dem TFSS geschrieben

(Two-finger-search-system = Zwei-Finger-Suchsystem)

 

„Warning: This report may contain flash photography.“

 

  

Aufgeschrieben von Wilfried „Marcel“ Virmond

  

Hier im eigentlichen Reisebericht füge ich etwas weniger Fotos als sonst ein, um ihn damit etwas übersichtlicher zu machen.

Mehr Fotos gibt’s dann weiter unten im Fotokapitel ebenso in chronologischer Reihenfolge.

 

Und noch ein letzter Warnhinweis:

Dieser Reisebericht wurde größtenteils mit der alten Rechtschreibung geschrieben.

Bei Nichtgefallen also bitte nicht Weiterlesen.

  

 

Früher mußte ich oft Nein sagen, wenn’s ums Reisen ging.

Jetzt bin ich geimpft und hab‘ meine Impfängste im Griff.

Und reise einfach wieder in ferne Länder.

 

 

 

 

Epilog (kann man gerne überspringen, is‘ nur Blablabla):

 

Meine im November 2019 getätigten Reisebuchungen für April 2020 und Juli 2020 wurden von beiden Airlines aus bekannten Gründen gecancelt. Und das, obwohl Thailand-Reisen ja bekanntermaßen zu den systemrelevanten, lebenswichtigen Unternehmungen gehören. Sie sind geradezu ein menschliches Grundbedürfnis. Seufz. Heul. Verzweifel. (Ja, ich liebe sie, die Erikative…)

Egal, der Dalai-Lama tröstet uns ja gerne mit sinnlosen Sprüchen, die einem meistens nicht allzu viel weiterhelfen. Hier ist einer davon:

 

Wenn Du nicht reisen kannst, bleib zuhause

und reise, wenn Du wieder reisen kannst.

 

Ich hab auch noch so einen:

 

Es ist besser nach Thailand zu reisen,

als zu Hause zu bleiben und den Finger in den Po zu stecken…

 

 

Egal, jetzt fliege ich endlich der Götterdämmerung entgegen. Ein neues Zeitalter bricht an! Jetzt hat es doch noch mit meiner Reise geklappt! Lange Zeit war alles noch in der Schwebe. Corona Seuche! Keine Flüge mehr, Quarantäne, Reiseverbote und was weiß ich alles. Aber ich hatte Glück, durfte einen Flug buchen und darf wie von mir erwünscht ins Paradies.

Das seit vielen Monaten geltende Quasi-Einreiseverbot in Thailand beeinflußte meinen Alltag sehr stark. Nachts lag ich oft wach, und tagsüber spürte ich ein starkes Schlafbedürfnis. Es war ein Teufelskreis. Die thailändischen Behörden ließen mich einfach nicht mehr nach Thailand rein!

It was a pain in my arse! Really!

Zur Ersatzbefriedigung trieb ich mich fast täglich in meinen Reiseberichten herum, oder las in denen anderer Leute, oder blätterte in meinen hunderttausend Urlaubsfotos. Doch leider, wir wissen es ja alle, das wird mit der Zeit immer langweiliger, immer unbefriedigender; wenn man nach etwas süchtig ist, hilft ein Surrogat bald immer weniger und man braucht immer stärker das Originalobjekt der Begierde, in meinem Fall das gefühlsechte und lebendige Thailand.

Doch jetzt dürfen wir endlich alle Aufatmen!! Die ganz große Corona-Sch…ße ist jetzt erstmal vorbei, oder, wie es offiziell heißt, „gelockert“, und man darf endlich wieder Fliegen, natürlich unter Einhaltung besonderer Sicherheitsmaßnahmen. Das Tal der Tränen ist also erstmal durchquert. Drei, vier Corona-Wellen konnten mir nichts anhaben. Und die Mutanten und Varianten hab ich auch alle in die Flucht geschlagen. Endlich Schluß mit Trübsinn, Schwermut, Trauer, Selbstmitleid! Zwangsstagnation – wie ich dieses Wort inzwischen hasse!!! Und noch viele andere durch Corona neugeprägte oder wieder hervorgekramte besch…ene Wörter. Zum Beispiel der Quatsch mit den bescheuerten Reiseblasen, „Travel Bubbles“. Oder „sichere Reisekorridore“. Ganz zu schweigen von der ständig gehörten Zwangs-Quarantäne. Oder Inzidenz. R-Wert. Shutdown. Lockdown. 2G. 3G. 5G. Wie viele Gs wollen die denn noch haben? Und dann die bekloppten Virologen! Und ganz oben, nein, ganz, ganz unten fast alle Politiker. Dabei wird es noch immer ständig verrückter. Mannomann, ich konnte und kann mir das alles schon lange nicht mehr anhören!!!

Am allerschlimmsten in der Corona-Krise aber sind die bekloppten Impfverweigerer! „Mir doch egal, wenn ich krank werde und ein Intensivbett belege und der Allgemeinheit deshalb unglaublich hohe Kosten verursache. Oder wenn ich einem Schwerkranken sein von ihm dringend benötigtes Bett wegnehme und er deshalb vielleicht sterben muß. Oder wenn ich viele andere Menschen wegen meiner Blödheit und Ignoranz anstecke.“ Letzten Endes werden diese Querdenker nach und nach ihren Widerwillen ja doch früher oder später aufgeben müssen. Mir fiele zu ihnen ein anderes böses Wort ein, das mit einem großen „A“ beginnt und mit „löcher“ aufhört!

Und dann die „lieben, verständnisvollen, intelligenten“ Menschen in der thailändischen Regierung, die ihre Einreisesperren für Ausländer ständig verlängerten! Hm, „Einreisesperre“ ist falsch. Es gab sie offiziell ja gar nicht. Man verlangte aber seit Monaten, daß Einreisende sich sofort nach Eintreffen am Flughafen in eine fünfzehntägige wirklich sehr strenge Quarantäne in einem von relativ wenigen Hotels begab. Die erste Woche durfte man sein Zimmer gar nicht verlassen, in der zweiten Woche dann nur (manchmal) eine halbe Stunde raus. In einen abgesperrten Bereich. Sogar Fenster und Türen waren oft verschraubt! Bei zwei Wochen Urlaub hätte man also nach Abschluß der doofen Quarantäne sofort wieder heimfliegen müssen. Toll!

Ich denke, lange war es einfacher, zum Mond als nach Thailand zu fliegen.

Die Welt hat sich verändert. Zum großen Nachteil für die meisten Menschen. Außer für die Profiteure. Und für die Natur, die mal aufatmen konnte.

Aber nun darf ich endlich den Mantel meiner Lethargie abschütteln und aus meiner Depression rausklettern. (freu) Und das ist für mich systemrelevant. Man könnte es auch so ausdrücken: Ich werde das Ding schon f…en! Ich bitte um Entschuldigung für das böse F-Wort, das meine ich jetzt ausnahmsweise mal nicht sexuell, sondern vielmehr so viel wie „wuppen“ oder „Ich werde alles geben!!“. Soll halt nur eine witzige Metapher sein.

Aber nicht vergessen: Freude ist so scheu und empfindsam wie ein kleiner Kolibri. Also vorsichtig sein! Gaanz vorsichtig!! Un‘ nix übertreibe!!! Mit einem Wort: Achtsam und besonnen. Aber so mache ich es ja immer, wenn ich in Thailand bin. Und jetzt immer öfter auch zuhause.

Auch wenn es dem Universum letztendlich leider völlig gleichgültig sein dürfte, ob und wie und wann und warum und wie lange ich ins Königreich des Goldenen Buddha fliege.

Kurz gesagt: Meine beiden damals gebuchten Flüge waren leider total von Corona zerschossen worden. Vorerst für längere Zeit nicht mehr ins Paradies fahren zu dürfen fiel mir immer schwerer. (seufz) Und jetzt darf ich endlich! Hosianna!

Also los! Einmal Paradies und zurück! Mann, was hab ich diesen Tag herbeigesehnt!

Wie oben erwähnt hatte ich diesen jetzigen Flug bereits im Dezember 2019 gebucht. Dann wurde er von Etihad gecancelt. Ein supergünstiger, damals „fast geschenkter“ Business Class-Flug mit kurzem Zwischenaufenthalt in Abu Dhabi (AUH) „zwang“ mich damals zur sofortigen Buchung dieses Fluges.

Eigentlich wollte ich schon immer mal sagen: „Alexa, beam mich nach Bangkok!“ Aber ich bin ja nicht blöd und weiß deshalb, daß das ganze Spiel mit ihr ziemlich abgekartet ist. Ich mag Alexa nicht. Alexa betrügt uns. Und Vulkanier bin ich auch nicht. Also muß ich stattdessen fliegen. Ich wollte ja eigentlich nur noch Nonstop-Flüge buchen, aber bei dem Sonderangebot ging es damals gar nicht anders, und so muß ich jetzt halt das etwas lästige Umsteigen in der Wüste akzeptieren. Und die mir ebenso angeborene wie sprichwörtliche buddhistische Bedürfnislosigkeit solange und so gut es eben geht mühsam unterdrücken und stattdessen im Luxus schwelgen…

Passend zu dem günstigen Angebot gab es damals auch noch Flugzeiten für Abflug und Ankunft in FRA und BKK, wie ich sie haben wollte. Also gab es bei der Buchung gar kein Halten mehr. Aber wie wir ja alle wissen, kamen dann viele einschneidende katastrophale Änderungen. Jetzt, kürzlich, im Oktober 2021, habe ich dann ganz schnell neu gebucht. Mit anderen (schlechteren) Abflug- und Ankunftszeiten. Und klar, logisch, alles war wieder teurer, deutlich teurer, aber okay, der damals bezahlte Flugpreis wurde mir wenigstens angerechnet und ich mußte nur noch ein bißchen draufzahlen. Und Draufzahlen müssen wir doch ständig…

Alle, lange Zeit als unendlich aussehenden, Verbote und Einschränkungen wurden aufgehoben bzw. gelockert und man darf jetzt endlich wieder fast überall hinfliegen. Die Endlichkeit ist wieder unendlich! Wow! (Ich glaub, der olle Einstein hat das auch schon so oder so ähnlich ausgedrückt!)

Alle vier Teilstrecken werden mit dem berühmt-berüchtigten Boeing 787 „Dreamliner“ erfolgen; mit dem bin ich bisher noch nicht geflogen – und wollte ich aufgrund der vielen angstmachenden Horrormeldungen eigentlich auch nicht.

Wikipedia: Die Boeing 787, vom Hersteller auch mit dem Beinamen „Dreamliner“ vermarktet, ist ein zweistrahliges Langstrecken-Verkehrsflugzeug des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing für 200 bis 300 Passagiere. Sie ist das Nachfolgemodell der Boeing 767 und das erste Großraumflugzeug, dessen Rumpf zu einem Großteil aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff besteht und zahlreiche technische Neuerungen enthält. Seit Inbetriebnahme gab es zahlreiche schwerwiegende Zwischenfälle, sogar mit Flugverboten.

„Zwischenfälle“. Naja, so kann man es natürlich auch ausdrücken. Immerhin waren es mindestens zwei Abstürze mit Totalverlust! Und kürzlich, im Juli 2021, also noch ganz aktuell, habe ich schon wieder von neuen Schwierigkeiten beim Dreamliner gelesen:

 

tagesschau.de: Neue Probleme beim „Dreamliner“

Boeing fährt Produktion erneut herunter

13.07.2021 19:48 Uhr

 

„Der US-Flugzeugbauer Boeing muss die Produktion seines „Dreamliners“ wegen Qualitätsproblemen erneut runterfahren. Dabei hatte sich Boeing gerade erst von der Corona-Krise und dem Debakel um das Modell 737 Max erholt. Der US-Luftfahrtriese Boeing muss seine Auslieferungsziele wegen neuer Produktionsmängel beim Langstreckenjet 787 „Dreamliner“ stark reduzieren. Laut Unternehmen gibt es Qualitätsprobleme in der Verarbeitung des Flugzeugs. Bei einer Qualitätskontrolle der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA seien Spalten und Lücken an der Außenhaut des Fliegers und in der Nähe der Flugzeugnase registriert worden. Die Produktion wurde erneut heruntergefahren.“

 

Egal, es wird mir schon nichts passieren; ich liebe ja Risiko und Abenteuer. Und zum Schlimmsten wird es auf den vier Teilflügen hoffentlich nicht kommen. Mal sehen, ob alles gut geht…

  • Also roten Button drücken und los. Check.
  • Geimpft bin ich. Mit 5G: 2G sowieso, plus Gewaschen, Gekämmt und Geboostert. Dazu gechipt und entwurmt. Check.
  • Vorgestern ein letzter PCR-Impftest im Drive-in. Negativ. Check.
  • Taxi zum Flughafen. Check.
  • Bordkarte? Hab ich. Check.
  • Gepäck aufgeben? Hab ich keins. Check.   
  • Die lästigen Tasmanischen Teufel (sprich: die Security-Zombie-Honks) im Flughafen halten sich diesmal erfreulich zurück. Alles miteinander Kackbratzen! Trotzdem: Check!
  • Jetzt geht’s endlich der Sonne entgegen! Check!
  • Ins Paradies. Check!

Groovy, funky, crunchy!

Endlich kann ich wieder grinsen. Fast zwei Jahre Trübsal, Depression, Kummer liegen hinter mir. Hoffentlich hat die Reise den erhofften, nein, gewünschten, nein, dringend notwendigen positiven Einfluß auf meine psychosoziale Molekular-Ebene.

Ich will Spaß haben, exotische Speisen essen, unbekannte neue Landschaften bewundern, in schönen Resorts wohnen, im Luxus schwelgen, interessante Feuchtgebiete erkunden und möglicherweise auch neue Erkenntnisse in der Natur sammeln.

 

Thailand – A real good thing!

Now or never!

 

 

 

 

HIER geht’s jetzt aber endlich los:

 

 

(C) Google.de/maps

 

 

Der hungrige Vogel greift an! Der Start in Frankfurt verläuft erstaunlicherweise planmäßig. Erwartungsvoll und völlig entspannt lehne ich mich zurück. Mein Platz hier in der Business Class ist ganz komfortabel.

 

Auch auf dem Flug gibt es nichts allzu Aufregendes zu verzeichnen. Eigentlich alles um mich herum ist ganz okay. Neu: Im Dreamliner gibt es größere Fenster. (Naja, in Wirklichkeit sind sie nur etwas höher.) Hatte ich bisher noch nicht. Und verdunkeln lassen sie sich stufenweise elektrisch. Schlafen funktioniert auch ganz gut. Alle Sitze sind abwechselnd nach vorne und nach hinten gerichtet. (Hatte ich schonmal. Aus den USA zurück. War damals irgendwie ungewohnt. Aber ging. Im Bus oder in der Bahn macht es uns ja auch nix aus. Auf dem ersten Rückflugsegment BKK – AUH werde ich so einen umgedrehten Sitzplatz am Gang haben. Alle Fensterplätze in Flugrichtung waren beim Buchen schon weg. Trost: Es wird nachts sein, also werde ich nicht viel davon mitbekommen, nur fühlen. Auf den drei anderen Flugsegmenten sitze ich am Fenster und so rum, wie ich es haben will.)

Neu: In den vorderen Außentoiletten der 787-10 gibt es sogar Fenster. Hatte ich auch noch nicht. (Oder doch?, ich kann mich nicht mehr so genau erinnern. Vielleicht im 747?) Nur, sie befinden sich bei Benutzung der Toilette im Rücken. Man müßte beim K…en und Pin…n rausgucken können. (grins)

„Außentoilette“. Hahaha. Ich meine damit natürlich die Toiletten am Anfang (und Ende?) der beiden äußeren Sitzreihen. Die Toiletten in der Mitte dürften dagegen etwas größer sein, weil es hier keine Rundung wie an der Außenhaut gibt. Aber ich persönlich fühle mich hier immer unwohl. Die einzigen „guten“ Flugzeug-Toiletten, die ich persönlich kenne, sind die fast gemütlichen Badezimmer in der First-Class in den A380 von Emirates, manchmal sogar mit Dusche.

Auch das Entertainment ist hier ganz okay. Essen und Getränke sehr gut. Alkoholische Getränke gibt’s auch. Also alles irgendwie sexy. Vor allem auch, wenn man wohlwissend weiß, daß ein Absturz jetzt nicht grad soo unwahrscheinlich sein könnte. Spaß und Gänsehaut zugleich. Interessante Mischung. Man könnte sich dran gewöhnen…

Nur, leider, jeder PAX (korrekt: Einzelner Passagier = PAP, Plural = PAX) muß noch immer eine Maske tragen. Einziges Manko.

Die Zwischenlandung in Abu Dhabi bei den Scheichs in der Wüste ist relativ kurz und dauert planmäßig drei Stunden. Die Lounge gefällt mir; auch hier kein Alkoholverbot.

Abu Dhabi Airport AUH

Das zweite Flugsegment ist ebenso angenehm. Etihad ist eigentlich gar nicht so schlecht, nur diese obligaten doofen Zwischenlandungen zum Umsteigen nerven ganz leicht – solange man kein Raucher ist.

Oder, vielleicht, ich buche mir statt eines langweiligen Nonstop-Fluges mit Thai in einer Triple Seven doch besser mal wieder einen aufregenderen First Class-Flug mit Emirates in einem A380, dem von mir meistgeliebten Flieger – und nehme die Zwischenlandung dann halt achselzuckend in Kauf. Es müßte nur endlich mal wieder einen Sonderpreis für den Flug geben. Und die Lounge in Dubai ist mir persönlich auch schon immer die liebste bei einer Zwischenlandung in der Wüste. Die ist so groß, daß man hier ohne Beschimpfung auch mal eine Zigarre rauchen kann.

stern.de, 03.01.2022: …Luftfahrtexperten des Hamburger Flugunfallbüros JACDEC haben auch in diesem Jahr wieder die Golf-Airline „Emirates“ zur sichersten Fluggesellschaft der Welt gekürt…

Übrigens, im Dreamliner, oder jedenfalls auf meiner Strecke, gibt’s ganz gegen meine Erwartung, keine First-Class. Hätte ich gerade hier erwartet, die Scheichs wollen doch immer größtmöglichen Luxus, aber First-Class wird ja immer mehr abgebaut.

Bangkok. Der Anflug über der Stadt und so kurz vor dem Ziel erhöht jedes Mal meinen Puls und läßt mich immer wieder zittern. Vor Freude! Nicht vor Angst! Ich bin hier jetzt schon zig Mal eingeschwebt, doch noch immer bekomme ich Gänsehaut, wenn die Gewässer da unten in der Sonne glitzern und die Tempel und Häuser wie frisch geputzt aussehen. Alles erscheint so sauber, friedlich und schön. Geradezu idyllisch. (Naja, okay, wir wissen es alle: In Wirklichkeit ist es nicht ganz so beschaulich und sauber da unten…)

Landung „Bangkok Suvarnabhumi International Airport BKK“ mittags. All Systems running. Profan ausgedrückt: Es geht mir gut. Echt saugut! Ich muß aufpassen, daß ich dieses mich bescheuert aussehenlassende Grinsen wieder aus meinem Gesicht rauskriege! Es darf sich auf gar keinen Fall wie z.B. in einem TV oder Monitor „einbrennen“.

Mein persönliches Wohlfühlprogramm ist ja beim Losfliegen so langsam nach und nach hochgefahren; inzwischen ist es bereits fast am Anschlag im tiefgrünen Bereich. Jetzt muß ich nur noch diese bekloppten sprich umständlichen Einreiseformalitäten bei der Immigration erfolgreich überstehen.

In Thailand bin ich der, der ich gerne bin. Ich hoffe auf „Business as usual“, trotz aller restlichen Unbequemlichkeiten wegen Corona.

Endlich schreite ich mal wieder unter dem farbenprächtigen Regenbogen hindurch ins gelobte freundliche Land.

Die ab 1. November geltenden thailändischen Einreiseregularien besagen, daß man „ein paar“ Papiere mitbringen muß, z.B. Impfnachweis mit QR-Code, aktuellen PCR-Test, Krankenversicherung.

Dazu die Bescheinigung für die Buchung eines speziellen Hotels für die erste Nacht in Quarantäne.

(Jeder Ankommende muß die erste Nacht in einem speziellen Quarantänehotel „SHAplus-Hotel“ verbringen. Blöd, aber nicht zu ändern. Okay, muß man durch. Hab ich mir zuhause also gebucht. War aber äußerst mühselig. Viermal gebucht und jedes Mal gleich wieder von mir storniert. Beim fünften Mal hat es dann geklappt. Ich erspar Euch hier aber nähere Details; es war die Hölle. Und ich bin ja erwiesenermaßen ein erfahrener Traveller.)

Erst mit der Buchung der ersten Nacht erhielt man zuhause den unbedingt notwendigen, unerläßlichen Thailand-Pass. (Oder auch nicht…) Ohne ihn gibt’s keine Einreise.

Mannomann, was war das kürzlich bei meiner Reise in den Libanon einfach; das war ähnlich einfach wie hier bei uns mit Bus oder Bahn von A nach B zu fahren. Diese Thai machen halt alles schrecklich kompliziert!

Wir suchen uns unseren Andockplatz am Flughafengebäude in BKK Suvarnabhumi. Ja, schwieriger Name. Genauso unaussprechlich wie „Huitzilopochtli“, der bekanntlich ein aztekischer Kriegs- und Sonnengott gewesen sein soll. Oder „Humuhumunukunukuāpua’a“, ein hawaiianischer Fisch, eigentlich und offiziell der Hawaiische Staatsfisch, aber diese Bezeichnung finde ich blöd. Alle drei Namen kann ich inzwischen fehlerfrei aussprechen – solange ich nüchtern bin…

 

Mit ein paar Sorgen nähere ich mich diesmal der Immigration Control. Die sollen zurzeit knallhart sein und jeden zurückschicken, der nicht wirklich alle Papiere besitzt.

Alles gut! Meine Papiere sind okay und komplett. Abschließend noch ein einfacher Antigen-Schnelltest. Dann noch Paßkontrolle. Damit bin ich durch, sämtliche Kontrollen gut überstanden. Eigentlich ganz einfach. Wow! Geschafft! Jetzt muß ich nur noch Ausschau halten nach meinem Abholtaxi, das mich schnurstracks ins gebuchte Hotel bringen soll. Am Ausgang steh‘n ein paar Abholer mit den bekannten Zetteln und Schildern rum. (Früher waren das mal hundertmal so viele.) Ich habe Glück und finde „meinen“ Fahrer nach einem kurzen Rundumblick.

Ich werde auf dem kürzesten Weg zum Hotel gebracht. („Gehe direkt ins Hotel. Gehe nicht über Los!…“) Ein Toyota-Minibus. Die beiden vorderen Sitze sind mit einer Plastikfolie zum Passagierraum hin abgeschirmt. Wir sind nur zwei Reisende im Bus. Hinter mir ein sonst in den USA lebender Thai, der nach langer Zeit endlich seine Familie besuchen will.

Am Hotel werden wir beide sofort in Empfang genommen und ein Abstrich für den streng vorgeschriebenen neuen PCR-Test wird vorgenommen.

Anschließend müssen wir beide auf unsere Zimmer und dürfen es bis zur Bekanntgabe des negativen Ergebnisses bei Todesstrafe nicht mehr verlassen.

Drei Mahlzeiten werden jeweils zu den gegebenen Uhrzeiten vor meiner Zimmertür abgestellt.

Hier in Südostasien, speziell halt hier in Thailand, gibt es ein für mich ebenso unerklärliches wie erfreuliches Phänomen: Lockere Unbeschwertheit erfüllt mich hier. Sofort. Ich kann gleich viel befreiter atmen. Die Luft „schmeckt“ ganz anders. Smog, Hitze, Schwüle, Luftfeuchtigkeit, oder gar Feinstaub und NO2, das alles macht mir nichts aus. Ich fühle mich leicht, so leicht – und das alles zaubert mir ein ständiges, freches, schelmisches Grinsen, …hm, okay, sagen wir mal, „ein immerwährendes, freundliches, befreites Lächeln“ ins Gesicht. Die ganze Schwere, die mich zuhause zusammenquetscht, existiert hier gar nicht. Und das, obwohl ich mich quasi noch „im Hotel-Gefängnis“ befinde.

Deutschland (und Europa) engt ein und drückt mich zusammen.

Mittwoch. Wie versprochen, erhalte ich mein Ergebnis morgens telefonisch pünktlich um acht Uhr und bin damit in die Freiheit entlassen. Um zehn setze ich mich in ein Taxi und laß mich zum Flughafen zurückbringen. Dort wechsle ich etwas Geld in thailändische Baht um und besorge mir eine lebenswichtige SIM-card. Leicht und locker tänzle ich anschließend beschwingt und fast schwerelos zur Autovermietung rüber.

Diesmal hab ich mir wieder einen Toyota Fortuner SUV gegönnt. „Wenn schon, denn schon“ hab ich mir bei der Buchung gedacht. Auch wenn er etwas überdimensioniert ist – und mir schon bei meiner letzten Thailand-Tour im Januar 2020 etwas zu groß war, aber insgesamt war ich mit der Kiste halt auch ganz zufrieden. (Ich darf später zuhause nicht vergessen, Greta ‚Hackfresse‘ Thunfisch um Entschuldigung und um Nachsicht zu bitten und ihr versprechen, daß ich mir nächstes Mal wieder einen kleineren Wagen nehmen werde. Nicht wieder solch einen Dinosaurier.)

Der Motorway ist frei und ich kann frohen Mutes die erlaubten 120 km/h ausnutzen. Aber besser nicht mehr. Diese Autobahn ist privat und wird zur ständigen Geldvermehrung der Leute in der Betreiberfirma streng videoüberwacht. Auf allen anderen thailändischen Straßen kann man getrost etwas schneller unterwegs sein; falls man mal deswegen angehalten wird, kostet es immer nur 500 THB, ca. 14 EUR, egal wie viel zu schnell. Ist mir aber noch nicht passiert. Bisher. (holzklopf)

Übrigens: Ein „Motorway“ ist eine normale, übliche Autobahn. Ein „Expressway“ steht dagegen auf Betonstützen, oft viele (und manchmal sogar hunderte) Kilometer lang.

Die Sonne scheint, das Thermometer zeigt freundliche 32 °C an. Ich richte die (Auto-)Schnauze gutgelaunt nach Norden bis in die Nähe von Saraburi, wo ich die beste aller Freundinnen in Thailand, „Lek“, mit Sohn/Tochter „Nui“ – sie wäre gerne weiblich – und unser aller Gepäck einlade.

„…Und es wäre schlimm, wenn ich diese Verbindung verlör’…“ Ich habe Lek wirklich sehr gern. Sie begleitet mich seit meiner zweiten Thailand-Reise.

Meine beiden Mädchen erwarten mich bereits:

 

Wie fast immer wende ich und fahre jetzt zurück, nach Südwesten, nach Hua Hin, meinem absoluten Lieblingsort in Thailand. Unterwegs fallen mir in Bangkok wirklich unzählige Mammut-Großbaustellen auf: Überall, in der gesamten Stadt, werden neue Hochstraßen, Expressways, gebaut. Dazu ebensolche Bahnstrecken für die BTS (S-Bahn). Echter Wahnsinn! Eigentlich für uns Europäer unvorstellbar. Man muß es gesehen haben! Diese Dinger wachsen in erstaunlicher Geschwindigkeit voran. In ein paar Jahren werden sie nach und nach fertiggestellt sein. Ob ich das noch erleben werde?

 

Es erstaunt mich immer wieder, wie sehr und wie schnell ich mich in Thailand wie zuhause fühle. Natürlich gibt es hier ganz, ganz viele unverständliche Dinge im Zusammenhang mit Vorschriften, Gepflogenheiten, Gesetzen und vielem mehr, aber das normale Leben kommt mir hier doch sehr zupaß. Und nicht zu vergessen die thailändische Schrift. Für mich ist es die schönste Schrift auf der ganzen Welt. Zweitschönste ist für mich die myanmarische Schrift.

Am späten Nachmittag erreichen wir unser erstes Zwischenziel. Hua Hin. So wie unser Auto ist auch unsere „private Villa“ viel zu groß. Drei Etagen. Viele Zimmer, alle mit TV und Bad. Und ich hab bei der Besichtigung noch nicht mal alle Türen geöffnet. Großes Wohnzimmer, bis nach oben offen: Innenatrium. Viel Unterhaltungselektronik. Vollausgestattete Küche. Außenpool mit sauberem Grill, auf dem Holzkohle und sogar Streichhölzer bereitliegen. Der Strand ist ganz in der Nähe. Und das Ganze zu einem durchaus noch akzeptablen Preis.

BTW: Habe bei der Suche u.a. auch diese Villa entdeckt:

 

Luxusvilla in Hua Hin

Room Amenities

    • 111 m²
    • 4 Schlafzimmer
    • 4 Badezimmer
    • Platz für 10 Gäste

Der Preis beträgt 4.363 EUR für eine Nacht

 

Ich staune immer wieder, wenn ich so etwas sehe. Eine einzige Nacht für über viertausend Euronen (plus „ein paar“ Nebenkosten), mehrere Nächte dann entsprechend mehr. Würde ich mir auch gerne mal leisten können…

Aber die jetzige Villa ist mir dann doch deutlich sympathischer.

Abends machen wir uns auf in die Stadt. Erstmal ein normaler Markt, direkt an der Bahnlinie:

Und dann zum Nackt-, ähm, Verzeihung, Nachtmarkt. Der soll angeblich noch nicht wieder stattfinden, tut er aber doch, wenn auch nur „schaumgebremst“, wie alles Touristische zurzeit in Thailand.

Sehr wenige Besucher. Unsere Lieblingsbar ist umbenannt und leicht verändert. Mein Freund, Khun Noo, spielt hier jetzt nur noch freitags und sonntags, was nicht so schlimm ist, weil ich morgen ja sowieso wiederkommen werde. Und morgen ist Freitag! Und am Sonntag bin ich auch noch da!

Also alles so angenehm wie gewohnt und in letzter Zeit schon viele Male ausgelebt. Klingt langweilig und vielleicht auch etwas spießig, ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil! Ich will ja alles sein, nur kein Spießer! Nein, nein, nein, ich bin vielmehr „oldscool“ – und das ist auch gut so!

Bier und überhaupt jeglicher Alkohol darf zurzeit nicht öffentlich getrunken werden. Deshalb gibt’s Bier überall nur im ekligen Pappbecher.

Den nächsten Tag verbringen wir ganz entspannt am Strand.

Urlaub ist erst, wenn Deine Füße im Meer sind!

 

Es ist Winter, auch hier in Thailand, vielleicht toben deshalb die Wellen so stark.

Am späten Nachmittag besuchen wir den berühmten Bahnhof. Die Mammutbaumaßnahmen mit vier neuen Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken im ganzen Land schreiten ja schnell voran, besonders gut kann man es hier in Hua Hin sehen. Diese Südlinie hier geht über Malaysia bis runter nach Singapur.

Und dann sehen und hören wir endlich unseren Freund Khun Noo am Abend. Anschließend ein Besuch in der Soi Bint Tabaht mit den vielen Bars Nähe Hilton. Ich wette mit Lek, daß ein paar Bars aufhaben werden. Vielleicht hat ja sogar auch mein Freund Junior offen. Leider verliere ich. Keine einzige Bar ist geöffnet!

 

 

Aber die Stadt ist wenigstens weihnachtlich geschmückt:

Samstag. Am nächsten Morgen ziehen wir um; ich bleibe ja ungern länger als zwei, drei Tage an einem Fleck. Und ich finde mit meiner Trüffelschweinnase ein wunderschönes kleines Resort etwas außerhalb Hua Hins, vielleicht ist es das schönste Resort, das ich je in Thailand hatte: Kleine Anlage, schöner Pool, alles unglaublich gut gepflegt und picobello sauber. Wir erhalten zwei zusammenhängende kleine Holzhäuschen. Ich bin echt sehr zufrieden! Besser geht nicht!

Den Abend verbringen wir natürlich in der Stadt. 

Am nächsten Tag fahren wir ein bißchen durch die Gegend und entdecken ein paar neue bekannte und unbekannte Sehenswürdigkeiten:

 

 

Der Floating Market ist weiter nach unten abgerutscht, es fehlen die Scharen an Chinesen (Asiaten), die ihn am Laufen hielten. Traurig.

Sie sind müde, die Bären, müde und schwach. Keine Besucher mehr.

 

Abends dann unser letzter Besuch bei Khun Noo. Er läßt die Luft brennen. Und seine Gitarrenseiten. Extra für uns!

Montag. Nach diesen Tagen des (halbwegs) schönen Lebens und angenehmen Genießens schließe ich meinen Besuch hier in Hua Hin erst einmal ab und fahr‘ weiter. Ich will in tiefere südliche Gefilde eintauchen und Neues erkunden und dabei ein paar neue, unbekannte Abenteuer erleben.

Die ersten heutigen Kilometer fahr ich noch auf dem autobahnähnlichen Highway 4, um etwas Strecke zu machen. Aber dann suche ich mir bald die kleinen Küstenstraßen am Meer entlang. Und finde dabei auch ein paar schöne Stellen.

Die berühmte Phraya-Nakhon Cave (Höhle) ist im Moment leider unerreichbar. Zu heftige Wellen; die Boote können etwaige Besucher nicht rüberfahren und der Fußweg ist viel zu schwierig und zu lang. Frage: Warum mußten wir hier eigentlich „Eintritt“ bezahlen, wenn hier gar nichts möglich ist?

Stattdessen besuchen wir drei eine andere Höhle ganz in der Nähe. Hier war ich auch schon mal. Damals habe ich mich gegen einen Aufstieg entschieden. „Nur“ hundertachtzig Höhenmeter. Der Weg hinauf ist aber leider gar kein Weg! Hätte ich doch nur meine Sportschuhe mit eingepackt! Ein paar wenige Leute treffen wir unterwegs, alle bestätigen uns, daß das hier wirklich sehr beschwerlich ist. Und natürlich wird insgeheim wieder mal mein Alter abgeschätzt – und sich gefragt, wie ich es hier hinaufschaffe bzw. raufgeschafft habe. Unterwegs stolpere ich und habe ein paar Tage lang einen dicken fetten Bluterguß am Daumen.

Warum müssen die so schnell sein??!

Oben werden wir allerdings enttäuscht, in der Höhle gibt es kein Licht. Wir haben nur kleine Stirnlampen mitbekommen, und ich entscheide, daß tieferes Eindringen für uns alle drei viel zu gefährlich werden dürfte. Schon im Falle eines kleineren Mißgeschicks kämen da reichlich Probleme auf uns zu. Mein Stolpern vorhin war mir Warnung genug. War also insgesamt eher ein Griff ins Klo. Und für sowas mußte ich Eintritt bezahlen?! Naja, mal verliert man, mal hat man schlechte Karten…

In Chumphon ist unsere nächste Übernachtung. Im Vergleich zum letzten Resort geht es hier deutlich einfacher zu. Ich habe gegen einen geringen Aufpreis ein VIP-Zimmer gebucht. Unerwarteter Schock! Die Fototapete an der Rückwand über dem Bett! Die Red Devils von ManUnited! Zum Glück ist es nachts dunkel und alles ist in meinem Rücken, sodaß ich es so gut wie gar nicht sehen muß. Auf jeden Fall sehr gewöhnungsbedürftig:

Es gibt auch einen Whirlpool im Bad und einen großen Swimming Pool draußen.

Am nächsten Morgen geht es weiter, aber nicht, ohne wenigstens den Khao Matree View Point noch schnell im Regen in Augenschein genommen zu haben.

Unterwegs tanke ich, obwohl noch gar nicht erforderlich. Unser Tank ist groß und die Kiste braucht auch nur etwa acht Liter Diesel. Benzin- und Dieselpreise sind hier kaum verändert. Gerade noch unter achtzig Eurocent. Die teuren Premiumsorten liegen etwas darüber. (Auf meinen letzten Reisen waren es so etwa um fünfundsechzig Eurocent.) Da macht das Tanken immer noch Spaß.

Vier verschiedene Diesel-Sorten. Darunter nur zwei für Benzin: E20 und, wer darf, E85.

Dann geht’s weiter, meinem großen Ziel dieser Reise entgegen: Khao Sok Nationalpark. Hier soll es ganz viel Natur und ganz wenig Touristen geben. Habe ich jedenfalls so gelegentlich gehört, und manches Mal auch noch mehr positive Schwärmereien. Deshalb will ich mir den Park nun endlich mal persönlich ansehen.

Khao Sok. Der Regenwald soll über 160 Mio. Jahre alt und damit der älteste der Erde sein. Aber das hat man mir ja auch schon im Taman Negara Nationalpark in Malaysia gesagt. Mit den Superlativen ist es halt so eine Sache; man sollte sie nicht immer unbedingt glauben. Ja, genau wie die allermeisten Statistiken…

Ich würde mir unterwegs gerne ein paar kleinere Straßen beim Weiterfahren suchen, bleibe aber auf Highway 41 und 401. Dies stellt sich später als kluge Entscheidung heraus, weil es auf der Fahrt sehr heftig regnet. Später lese ich im Internet, daß es hier in der Gegend in einigen Dörfern und Städten, z.B. in Surat Thani, zu heftigen Überschwemmungen gekommen sein soll. Auf der Rückfahrt später sehe ich in den Dörfern vor den Häusern noch jede Menge Sandsäcke herumliegen, die als Schutz gegen die Wasserfluten helfen sollten.

Wegen der heftigen Regengüsse am Tag erreiche ich mein heutiges Ziel am Eingang des Khao Sok Nationalparks leider auch wieder erst am späten Nachmittag.

Mein neues Resort soll ziemlich weit oben in der Qualitäts-Hierarchie rangieren. Ich habe ein romantisches Baumhaus inmitten des thailändischen Dschungels gebucht. Naja, es ist eigentlich kein „Baumhaus“, aber es steht auf sehr hohen Stelzen, direkt am Fluß. Es gibt zwei Etagen, das Kinderzimmer ist oben, Elternschlafzimmer und ein angenehmes Bad unten. Was es nicht gibt, ist der in Thailand grundsätzlich und immer vorhandene Kühlschrank – und der ebenso unvermeidliche Fernseher. WiFi (W-LAN) gibt’s auch nur im Restaurant. Braucht man aber alles auch nicht.

Wir werden noch vor den frechen Affen gewarnt, die morgens und abends kommen und dann gerne überfallartig in die Gästezimmer eindringen, um dort alles Mögliche zu rauben. Beim Öffnen der Tür muß man also sorgfältig aufpassen!

Affen sollen übrigens im Thailändischen Leben Symbole für Sünde und Lüsternheit sein. Wußte ich bisher auch noch nicht.

Abendessen und Frühstück gehen okay. Nach dem Frühstück fahren wir ein bißchen durch die Gegend und verbringen einen angenehmen Tag.

Für den nächsten Tag, Donnerstag, habe ich uns die obligatorische Bootsfahrt gebucht. Jeder, der hierherkommt, macht sie. Und ist begeistert. Unsere kleine Gruppe wird von einem sympathischen Guide abgeholt. Eine Stunde dauert es etwa, bis wir an unserem Startpunkt ankommen. Es regnet.

Unser Guide kennt sich bestens aus und klärt uns über ein paar Geheimnisse des Sees auf. Wir sind hier auf dem Chiao-Lan-See, einem riesigen Stausee. Dieser See entstand 1982 durch den Bau des Ratchaprapha-Staudamms, welcher den Khlong Saeng, einen Nebenfluss des Phum Duang, aufstaut.

Wir besuchen eine kleine Höhle. Phra Kai Petch Cave. Innen ist sie überschwemmt, sodaß wir leider nicht sehr tief in sie eindringen können. Es gibt etwas Besucherstau, ich stehe an einer leicht abschüssigen feuchten Stelle und rutsche mit den Füßen weg – und sitze auf meinem Po. Aber Glück gehabt, nichts passiert, nur peinlich. Ausgerechnet ich. Warum eigentlich immer ich? Warum passieren immer nur mir solche Peinlichkeiten? Unser Guide und Lek helfen mir beim Aufstehen.

Es gibt auch ein zig Meter tief überschwemmtes Dorf im See, das noch aus der Zeit stammt, bevor der See hier entstanden ist. Aber wegen des Wetters bekommen wir es leider nicht gezeigt. Doch das schlechte Wetter ficht uns nicht an.

Das Wasser ist erstaunlich sauber und klar und man kann hier viel tiefer hineinsehen als sonst. Daher sind auch viele Fische gut erkennbar.

Spätes Mittagessen dann in einem „Bungalow“ auf dem See. Wer will, kann sich ein Kanu nehmen und etwas herumpaddeln. Oder sich auf einem der Betten ausruhen. Oder sich die Gegend ansehen. Auch die für später angekündigte Wanderung durch den Dschungel fällt wegen Regens aus.

 

Auf der Rückfahrt mit dem Boot erwischt uns nochmal ein kurzer heftiger Regenschauer, der uns aber nichts anhaben kann, da wir alle am Morgen die bekannten Regenschutz-Ponchos gekauft hatten. Wir sitzen in der zweiten und dritten Reihe; die vor uns sitzenden Russen halten Wind und Regen für uns ab. Naja, sie wollten besonders schlau sein…

Zum Abschluß nehmen wir die Straße über die beiden Staumauern.

Schade, heute war ein Regentag ohne viel Sonne. Bei Sonne und Wärme wäre es natürlich erheblich schöner geworden, ganz zu schweigen von den viel farbenprächtigeren Fotos. Da hab ich bei der Planung doch mal wieder so richtig in die Ka… gegriffen. Gestern war es sonnig – und am nächsten Tag soll es hier auch wieder ganz viel Sonne geben. Wie sagte schon der olle Gandhi in einem seiner berühmten Texte: „Ma hat ma Pech, ma hat ma schlechte Karten“. Nicht anders zu erwarten: Nachmittags kommt schon bald wieder wie gewohnt die liebe Sonne raus.

Wie’s hier insgesamt war? Okay, Khao Sok ist (noch) ganz schön. Kann ich empfehlen.

Ich wollte ja schon lange hierher, hat aber aus vielerlei Gründen bisher leider nie geklappt. Aber man könnte die vorher gelesenen überschwänglichen Tipps auch insgesamt „eine nett eingefärbte Realitätsverschönerung“ nennen. Andere thailändische Nationalparks sind im Übrigen diesem hier sehr ähnlich.

Das Resort mit dem „Baumhaus“ inmitten des Dschungels war ganz ordentlich.

Freitag. Es geht wieder zurück. Highway 4. Wir bummeln unterwegs mal wieder ein bißchen herum.

Ich stelle es ständig fest: Auf den Straßen Thailands herrscht deutlich weniger Verkehr. Außer in den Großstädten. Auch die früher allseits bekannten großen Reisebusse zwischen den Städten sind fast komplett verschwunden. Die Thai, die mit dem Bus fahren (müssen), haben gar kein Geld mehr für die Tickets.

Bisher war nie Zeit, aber heute sehe ich mir endlich mal eine Gummibaumplantage (korrekt sind es Kautschukbäume) näher an und fühle und rieche mal die aufgefangene Kautschukmilch. Sie stinkt schrecklich! Der Fühltest ist wie erwartet: Gummiartig. Thailand ist weltweit führend in der Produktion von Kautschuk.

Übernachtung in der Nähe Chumphons. Doch vorher kommen wir noch an einem Hügel mit einem Buddha-Tempel vorbei.

Ein großes Hotel direkt am steinigen Strand. Dritter Stock. Kein Aufzug! Der Besitzer, ein Franzose, hat beim Bau entschieden, seine Gäste kommen ohne einen solchen aus. Die beiden Mädchen von der Rezeption müssen zur Strafe unser Gepäck raufschleppen. Im Zimmer ausschließlich metallene IKEA-Möbel; IKEA gibt’s ja auch in Thailand. (Zwei in und in der Nähe Bangkoks, eins in Phuket.) Die Möbel sind ja nicht schlecht, ich kauf da gerne, aber unter „Thailändischer Stil“ versteh ich halt etwas ganz anderes. Etwas GAANZ ANDERES!!

Am nächsten Morgen besuchen wir gleich mal den nahegelegenen Thung Maha Viewpoint mit einem wunderschönen Tempel und einer ebensolchen Aussicht und fahren weiter zurück nach Norden.

Nächste Übernachtung zur Abwechslung mal in Cha-am und nicht in Hua Hin. Riesiger Hotelschuppen mit viel vornehmem Getue.

Logisch, daß wir unser Abendessen nicht hier, sondern lieber etwas weiter am Strand entlang in einem netten kleinen Beachrestaurant einnehmen:

Gourmets wie ich haben es in Thailand eher schwer… 🙂 

Morgens dann Weiterfahrt nach Bangkok. Unterwegs möchte ich Nui die berühmte Tham Khao Luang Cave zeigen. Doch leider, wegen Corona geschlossen! Echt schade!

Vorwärts, wir müssen zurück! Nach Bangkok. Ich habe uns ein Fünfsterne-Hotel an der Sukhumvit gebucht. The Westin Grande Sukhumvit Hotel. Zwanzigste Etage. Von vierundzwanzig. Muß halt auch mal sein. Es ist noch etwas Reisegeld in der Kasse, das wir hier verbraten wollen. Und weil der Unterschied nicht so groß ist, buche ich uns gleich eine Suite.

Wir bummeln nachmittags etwas in der Umgebung herum. Mann, das ist hier mein natürliches Habitat (Lebensraum); was hab ich das alles vermißt!

Soi Cowboy. Hier hat früher jeden Abend bis zum Morgen (und darüber hinaus) der Papst getanzt! Oder war’s der Bär? Egal, tot, es ist alles tot und dunkelschwarz! Wir könnten beide heulen. „Nana“ in der Nähe ist nicht besser. Hier war früher auch eine große starke Ansammlung von Bars. Dunkel! Aber es soll noch schlimmer kommen…

Montags besuchen wir Leks Freunde, die ich auch gut kenne, und wir bleiben dort bis zum Abend. Man mag mich dort. Ich bin eben erwiesenermaßen „Der Letzte meiner Art“. Immer perfekt, freundlich, gutaussehend, intelligent, höflich, nachgiebig, beliebt, großzügig, einmalig…

Abends fahren wir alle zum berühmten Nachtbar-Viertel Patpong. Erst einmal essen wir bei meinem guten Freund Guido zu Abend.

Hier gibt es ein paar wenige offene Gay-Bars, die sich als „Restaurant“ tarnen. Restaurants, also Lokale, die irgendetwas zu essen anbieten, dürfen geöffnet sein. Ich frage mich, warum die andern Bars es nicht auch so gemacht haben. Aber es fehlt ja auch an den dazu dringend notwendigen Touristen. Die Regierung hat wirklich sämtliche Bars geschlossen. 

Danach besuchen wir die kleinen Sträßchen nebenan, in denen sonst (früher, viel früher, vor langer Zeit, vor Corona) ein sehr großer, lauter und berühmter Nachtmarkt abgehalten wurde und eine Bar neben der anderen war. Auch hier alles tot und stockdunkel. Mein Herz blutet. Es wird nie mehr so werden, wie es mal war! Kann es gar nicht!!

Danach fahren wir melancholisch zurück und ich quäle mich mit dem Auto erneut die unbequemen, engen neunzehn Rundungen im Hotel-Parkhaus hinauf. Ist mir aber lieber, als vom Valet-Service Gebrauch zu machen, soo alt bin ich auch noch nicht.

Dienstag: Sightseeing. Wir nehmen uns heute ein Taxi. Kost‘ kaum was; das Auto bleibt im Stall. Weniger Parkprobleme.

12 min Fahrt, 17,6 km Strecke, 163 Baht = ~4,30 EUR

Zuerst besuchen wir mal wieder den berühmten Königspalast Wat Phra Kaeo. Bei der Einlaßkontrolle zwingt man mich, über meine dreiviertel-Jeans eine natürlich völlig überteuerte lange Hose drüberziehen zu sollen. Mach ich natürlich nicht, bin ja nicht moo, doof, nein, ich bin talat, schlau, drehe um und kaufe mir gegenüber eine deutlich billigere (und viel schönere) Hose. (grins) Das gleiche übrigens auch für Nui, die über ihr bauchfreies T-Shirt ein weiteres Shirt benötigt.

Die Hose mit den vielen Elefanten ist „so schön“, daß ich sie auch noch an Weihnachten bei uns zuhause anziehen kann. Und natürlich auf meinem nächsten Thailandtrip.

Leider haben sie den großen Tempel mit dem berühmten, süßen kleinen goldigen Smaragdbuddha abgesperrt; zweihundert Mönche beten mal wieder da drin. Aber da drin darf man ja sowieso nicht fotografieren.

 

 

Und dann Wat Pho gleich nebenan:

Danach noch Wat Arun auf der anderen Flußseite. Auch auf der Überfahrt gähnende Leere auf dem Fluß. Zwei, drei kleine Boote und ein Schnellboot sind auf dem Fluß zu sehen. Sonst nix! Wahnsinn! Was hat das früher hier auf dem Chao Phraya nur so gewimmelt und gewuselt. Thailand, jedenfalls das touristische Thailand, liegt am Boden und ist fast komplett zerstört!

Überall Menschenleere. Coronabedingt. Hab ich so noch nie in Bangkok erlebt. Und ich war hier wirklich oft. Nui hat das alles noch nie gesehen und ist natürlich begeistert. Das hat sie sich alles ganz anders vorgestellt…

Am Abend dann Khao San Road. Auch alles tot! Keine Leute. Alle Verkaufsstände weg. Garküchen weg. Viele Geschäfte zu. Sogar die Polizeidienststelle oben an der Ecke wurde dem Erdboden gleichgemacht.

Und noch schlimmer: Sogar die McDonald’s-Filiale hat dichtgemacht. Und ich dachte, die machen immer Umsatz. Aber die Burger King-Filiale am anderen Ende der Khao San war ja auch schon zu.

 

Das gleiche nebenan in der Rambuttri Road. Alles kaputtsaniert und der Rest von Corona zerstört. Fast alle Restaurants zu. Ich könnte erneut echt heulen. Im Januar 2020 habe ich mit Rico gerade noch den letzten „guten“ Moment dieser beiden weltberühmten Touristenstraßen erlebt. Hier hat es früher nur so vor Backpackern (Rucksack-Reisenden) gewimmelt. Die Stadt wird nie mehr so werden wie sie mal war. Bangkok war mal die Stadt mit dem weltweit größten Besucherzustrom. Weltweit Nummer Eins! Auch das dürfte für immer vorbei sein. Jetzt werden New York und Paris die ersten Plätze übernehmen. Und Dubai. Was für eine schreckliche Vorstellung: Dubai !?? Eine Stadt ohne jegliche Kultur und Ausstrahlung.

Zurück fahren wir noch einmal mit einem der selten gewordenen Tuk Tuks. Auch die Tuk Tuks sind fast aus dem gesamten Stadtbild verschwunden; es gibt nur noch ganz wenige. Vorher waren es unzählige, sie waren überall in der Stadt und ich bin wirklich sehr oft mit ihnen gefahren. Jetzt ist es schwer, überhaupt noch eins zu finden.

Am späten Abend mach ich noch den unerläßlichen PCR-Test, sonst lassen die mich morgen nicht in den Flieger rein. Kann erfreulicherweise gleich hier im Hotel gemacht werden. In der Parkhausetage:

Mittwoch. Letzter Tag. Mit dem Taxi geht’s zum Erawan Museum.

Und dann erneut in die Stadt zum Golden Mount. Hab ich alles x-mal gesehen. Aber Nui halt noch nie und ich möchte ihr doch so viel wie möglich zeigen. Auch hier nur ein paar wenige Besucher, fast alles nur Einheimische, ausländische Touristen meiden Thailand.

Tja, und dann is‘ mal wieder Schluß mit lustig. Am späten Nachmittag packen wir unsere Siebensachen zusammen und checken aus. Das PCR-Testergebnis liegt vor. Fünf Uhr nachmittags. Rush Hour. Ätzender Feierabend-Stop-and-Go-Verkehr. Wir brauchen für die normalerweise ca. fünfundvierzig Minuten fast anderthalb Stunden bis zum Suvarnabhumi-Flughafen. (Spricht man übrigens „Su-wana-puhm“ korrekt aus.) Das Auto wird zurückgegeben. Diesmal ca. 2.400 Kilometer „gemacht“. Keine Schäden.

Abschied. Tränen. Trauer. Schmerz. Ein letzter Abschiedskuß. Wann werden wir uns wohl wiedersehen? Lek und Nui fahren mit dem Taxi nachhause. Ich hol‘ mir die Bordkarte und warte auf den Abflug um Mitternacht.

Sechs Stunden nach Abu Dhabi. Drei Stunden Aufenthalt und nochmal sechs Stunden nach Frankfurt. Diesmal hat unser Flieger beim Weiterflug eine, sorry, eine fucking Außenposition. Mag ich ja gar nicht! Doch dann beim Start geht die Sonne auf und ich bin wieder getröstet. Während dieses zweiten Rückflug-Segments haben wir es draußen dankenswerter Weise immer hell, die Sonne reist mit uns.

Auf allen Flughäfen: Jede Menge eingemottete Flieger

Ankunft und Einreise in Frankfurt sind erträglich. Ich bin wie immer ganz vorne und brauche am Zoll nur meinen Paß und ein vorher im Flieger ausgefülltes Formular vorzulegen. Die Paß-Automaten sind alle abgeschaltet. Schon lange. Wegen der Pandemie. Mein Taxi wartet bereits und eine dreiviertel Stunde später bin ich wohlbehalten mittags wieder zuhause.

Mein Fazit: Eine angenehme Reise. Halt ohne den üblichen Wums und ohne den Blubb wie sonst immer. War ja auch vorher so zu erwarten. Corona is‘ doof! Aber immer noch besser, als zuhause geblieben und blöd rumgesessen und mit dem Finger in der Nase oder sonst wo rumgebohrt. Das Gesamtpaket erhält diesmal die Bewertung: „Befriedigend“. Meine nächste Reise wird bestimmt wieder besser ausfallen…

Oder, wie es vielleicht unser neuer Bundeskanzler ausdrücken würde:

„Naja, obwohl die Lage durch all die Maßnahmen, die von offizieller Seite ergriffen worden waren, besser war, als man vorher befürchten musste, war die Reise gar nicht mal so schlecht.“

Und, wie erwartet, flugzeugmäßig keinen Totalverlust erlebt. (grins)

 

 

P.S. Lese gerade (21.12.2021), daß Thailand „demnächst“ wieder zumachen will. Die Einreise wird dann wieder stark erschwert werden.

Und mit den Flügen nochmal Glück gehabt, im Flughafen Frankfurt wird schon wieder gestreikt (Warnstreik von Verdi, erstmal „nur“ am 22.12.2021.)

Thema Dreamliner. Ende November 2021 lese ich im Internet: „1000 fliegende Dreamliner haben ein Problem. Boeings Problem-Liste bei der Dreamliner-Produktion wird immer länger. Die Schwierigkeiten betreffen noch nicht ausgelieferte, aber auch bereits fliegende Boeing 787.“ Und dann Anfang Dezember 2021: „Boeings Probleme mit der 787 weiten sich aus…“

 

 

Fotokapitel:

(Fotos mit mir selbst drauf verkleinere ich in der Regel, damit man mir nicht vorwerfen kann, ich sei ein Nazi, ähm, Narziß.)

 

Landeanflug Abu Dhabi

Flughafen Suvarnabhumi. Ankunftshalle. Mittags. Leer.

Unser Häusle in Hua Hin, hmm, okay, ich geb’s zu, unsere „private Villa“

Grill mit Holzkohle, Anzündern und Streichhölzern. So muß es sein!

Echt geiler Tisch

Das auf alt nachgemachte Auto des Hotelchefs.

Hotel-Lobby

Naja, zur Not werd‘ ich halt Busfahrer. Ich kann alles fahren! Die Kiste hat übrigens nur 140 PS.

Diese sonst oft zu sehenden richtig großen Luxus-Reisebusse mit den originellsten Lackierungen und/oder Airbrushs gibt es so gut wie nicht mehr. Echt schade, ich hab sie ob ihrer Phantasie immer bewundert, wenn sie auch so manches Mal frech und lästig waren.

 

Der Wind bläst immer von vorne

Füße waschen 5 Baht (0,13 EUR), Körper waschen 20 Baht

Die Möpse sind noch da. Wenn auch eigentlich hinter verschlossenem Tor.

Unterm Tisch gibt’s noch ein paar richtig dicke Dinger

 

3. Klasse. Es gibt überhaupt nur Zweite und Dritte Klasse.

Su-Ngai Kolok ist der Grenzort nach Malaysia.

Diesmal gibt’s nur drei Paar Schuhe…

Alter geiler ’73er Mercury Cougar, perfekt erhalten, auch innen

 

 

 

 

 

Können/Möchten Sie sich diesen sympathischen jungen Mann als Schwiegersohn vorstellen?   🙂

 

 

Toilette

Dusche

Oberes Kinderzimmer

dito

„Yep. Ich bin’s. Der König der Affen. Laß uns rein. Wir klauen auch nix!“

 

 

 

„Hey Alter! Hilf mir! Ich bin ein verzauberter Prinz. Wenn Du mich hier rausholst, erfüll ich Dir drei Wünsche. Versprochen, Bro!“

Ich hab seinen Hilferuf echt vernommen. Aber erstens, solche Versprechungen machen doch sonst nur verzauberte Prinzessinnen. Geht es in den Märchen jetzt auch schon mit Quotenregelung und Gendergeschwätz los? Und zweitens, wie soll ich das überhaupt bewerkstelligen? Der Genosse ist mir doch viel zu schwer – und zu glitschig. Und drittens: Mit wütenden Thai ist auch nicht gerade zu spaßen, die hätten bestimmt was dagegen gehabt.

Zuhause hab ich mir dann aber doch überlegt, daß ich ihn vielleicht einfach hätte kaufen sollen, um ihn dann im nahen Fluß in die Freiheit zu entlassen. Und wer weiß, wie das mit den drei Wünschen dann ausgegangen wär…

Aber wahrscheinlich hat er mich angelogen und wollte einfach nur befreit werden. Fische sind weder verzauberte Prinzessinnen noch Prinzen! Verzaubert sind nur Frösche. Manchmal.

 

 

Unser Bootsführer

Damit man weiß, was da hinten reinkommt

Gummimilch, frisch vom Baum (Achtung, stinkt!)

Die war’n echt saulecker!

Seid gewarnt, Leute! Das passiert Euch, wenn Ihr sündigt!!!

 

Oben zweimal Weihnachtsdeko im Hotel

 

 

 

Überall liest man „SAFETY FIRST!“. Wird aber selten beachtet… Für die, die es nicht sehen: Wo sind die Geländer?!

 

 

 

 

 

 

Und hier noch ein paar Fotos aus dem Giftschrank (besser, wenn Ihr sie Euch NICHT anschaut):

Allokol ist mein bester Freund. (Also, ich kann ihn verstehn, gell, Rico.)    🙂

Der Sturm zerzaust mir mein Haar ständig!

Nichte und Tante

Naja, man kann nicht immer gut aussehen und perfekt gestylt sein

Gemein, wenn man beim Schlafen fotografiert wird!

 

 

 

 

Geile Mucke! Da muß man beim Warten einfach aussteigen und Tanzen!

Du sollst auch nicht leben wie ein Hund!

 

Nein! Keine Massage. Happy-End brauch ich schon mal gar nicht!

 

Mein Paket ist gerade noch rechtzeitig im Hotel angekommen. Ein Lob der Thailändischen Post!

Der unerläßliche PCR-Test für heute Abend. Mer muß auch mal Glück habbe…

Nein! Ich bin nicht schwanger!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die hier geschilderten Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten.

 

 

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Warnhinweis:

 

Thailandreisen können süchtig machen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie mich oder lesen meine Reiseberichte.

Oder fragen Sie Ihr Reisebüro. Oder Buddha.

 

 

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IOLO! (I Only Live Once!)

Und deshalb mach ich das alles!

 

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Und meine bittere Erkenntnis nach über siebzig Jahren:

 

Life is not a fairytale

and there are no happy endings

 

 

 

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Thailand fragt nicht,

Thailand versteht.

 

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Hinweis: Auf dieser Reise wurde kein Tier gequält, mißhandelt, verletzt oder getötet.

Auf dieser Reise wurden sämtliche Corona-Schutzvorschriften beachtet.

 

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Text und Fotos sind grundsätzlich nur zum privaten Gebrauch bestimmt! 

Jegliche kommerzielle Nutzung, Vervielfältigung oder Veröffentlichung einschließlich der Speicherung auf elektronischen oder sonstigen Datenträgern ist ausdrücklich untersagt und nur mit schriftlicher Zustimmung des Autors gestattet.

 

~~~

 

Besonderer Hinweis zum Persönlichkeitsrecht dritter Personen:

Sollten sich auf meinen Fotos zufällig erkennbare andere Personen befinden, die dieses nicht wünschen, dann bitte ich hiermit schon im Voraus um Entschuldigung und um Nachricht an mich unter

 

virmond(at)t-online.de

 

Die Personen werden selbstverständlich sofort unkenntlich gemacht,

oder die betreffenden Fotos werden von mir umgehend gelöscht.

 

 

© WILFRIED VIRMOND 2002 – 2021

Sorry, ich bin oldschool und verwende deshalb größtenteils die alte Rechtschreibung

Alle Rechte vorbehalten – All rights reserved

Written with my own heart blood in EU

 

(TH28)

 

 

 

    >>>         Wilfried Virmond

 

 

 

No ebbes zom Lacha:

 

Gerade gelesen: Ein (ebenso völlig unnötiger wie bekloppter) Klugscheißer-Tipp.

Warum hat der Spaghetti-Löffel ein Loch in der Mitte?

Der Grund, weshalb das Gerät ein Loch in der Mitte hat, ist total überraschend.

Die weit verbreitete Annahme, dass durch das Loch in der Mitte des Spaghetti-Hebers überschüssiges Wasser abfließt, ist nicht der eigentliche Zweck. Es hat eine ganz andere Funktion und ist sogar richtig nützlich.

Spaghetti-Kelle als Dosierhilfe

Zu viel, zu wenig, gerade so richtig – jeder, der gerne Nudeln kocht, hat schon mal falsch portioniert. Das passiert ab sofort nicht mehr, denn genau dafür ist das Loch im Spaghetti-Heber gedacht. Die Menge an rohen Spaghetti, die durch die Aussparung passt, ergibt genau eine Portion. Das Loch ist also eine ganz einfache Dosierhilfe.

Quelle: Bettina Hoffmann bei web.de (die jede Menge solcher auffallend unnötigen „Weisheiten“ im Netz verbreitet…)

 

Ist natürlich völliger Quatsch! Warum schreibt die Frau sowas?! Ich habe so viele verschiedene Spaghetti-Löffel gesehen, mit großem Loch, kleinem Loch, oder auch mit vielen Löchern. Die sind alle nur zum Wasserablaufen gedacht!

 

 

 

Und hier noch etwas Interessantes, das ich kürzlich im Internet entdeckt habe:

Der Flughafen der Zukunft ist rund und hat Steilkurven

Beim Konzept des Endless Runway ist die Start- und Landebahn ein Kreis ganz außen. Alles andere ist innen. Dies soll viele Vorteile haben…

Mehr darüber findet Ihr im Netz. Falls es Euch überhaupt interessiert.

 

 

 

Hier noch ein paar letzte Kalendersprüche fürs Poesiealbum:

 

 

Umfahren ist das exakte Gegenteil von umfahren.

 

 

Spätestens wenn eine Fliege

auf Deinem Hoden gelandet ist,

wirst Du endlich lernen,

Dich mit der vom Dalai-Lama gepriesenen Gewaltlosigkeit zu beschäftigen.

 

 

„Arschfax“ nennt man das Unterhosenetikett,

das hinten aus Deiner Hose raushängt.

 

 

 

Die geschilderten Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten

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Dieser Reisbericht darf nur von deutschsprechenden Personen gelesen werden

 

 

 

                                                                                        Weihnachten 2021

                          

 

                                      

*) „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust ist eines meiner Lieblingsbücher. (Okay, es sind insgesamt sieben.) Ich schätze sie aber alle! (siehe Überschrift)

 

 

 Ende

 

 

 

Gerade zum Jahreswechsel 2021/22 gelesen: „Arslok“ ist isländisch und bedeutet „Jahreswechsel“. Ick sach jetz mal nix dazu.

(Oder doch: Wenn man z.B. ganz aus Versehen das böse Wort mit dem großen „A“ und dem kleinen „rschloch“ zu einem Bullen oder Ordnungsbeamten gesagt haben sollte und diese mal wieder böse werden, könnte man sich ja damit rausreden, daß man ihm/ihr nur einen guten Jahreswechsel gewünscht hat.)